UBS Aktie: Beruhigende Analyse?
Die Schweizer Großbank meldet einen Gewinnsprung von 53 Prozent, während die Aktie unter Plänen für deutlich höhere Eigenkapitalanforderungen leidet.

- Nettogewinn steigt auf 7,8 Milliarden US-Dollar
- Regulatorische Debatte um Milliarden-Eigenkapitalpuffer
- Integration der Credit Suisse schreitet planmäßig voran
- Verwaltungsrat schlägt deutlich höhere Dividende vor
UBS hat für 2025 einen Nettogewinn von 7,8 Milliarden US-Dollar gemeldet – ein Plus von 53 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch während die Fundamentaldaten glänzen, hat die Aktie seit Jahresbeginn rund 16 Prozent verloren. Der Grund liegt weniger in der operativen Entwicklung als in einem handfesten regulatorischen Konflikt.
Starkes Jahr, aber ein teurer Schatten
Die Zahlen für 2025 sprechen für sich: Die verwalteten Gruppenassets überschritten erstmals die Marke von sieben Billionen US-Dollar, ein Anstieg von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Verwaltungsrat schlägt eine Dividende von 1,10 US-Dollar je Aktie vor – 22 Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Aktienrückkaufprogramm über drei Milliarden Dollar wurde bereits abgeschlossen.
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CEO Sergio Ermotti erhält für 2025 eine Vergütung von 14,9 Millionen Franken – identisch mit dem Vorjahr, obwohl alle gesetzten Ziele erfüllt wurden. Der Verwaltungsrat begründet das indirekt mit der laufenden Debatte um höhere Eigenkapitalanforderungen: Mehr Gehalt wäre in diesem Umfeld politisch schwer vermittelbar gewesen. Der gruppenweite Bonuspool stieg dennoch auf 5,1 Milliarden Dollar, nach 4,7 Milliarden im Vorjahr.
Die Eigenkapitaldebatte als eigentlicher Belastungsfaktor
Hier liegt der Kern des Kursdrucks: Der Schweizer Bundesrat plant, UBS zu deutlich höheren Eigenkapitalpuffern zu verpflichten – die Bank schätzt den zusätzlichen Bedarf auf rund 26 Milliarden US-Dollar. UBS warnt offen, dass dies das Geschäftsmodell gefährde und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber internationalen Rivalen erheblich schwäche. Ein konkreter Vorschlag des Bundesrats wird in den kommenden Wochen erwartet.
Vor diesem Hintergrund berichtet die Neue Zürcher Zeitung, der Verwaltungsrat wolle Ermotti über April 2027 hinaus im Amt halten – als erfahrenen Gesprächspartner im Streit mit Bern über die künftigen Regeln.
Integration der Credit Suisse auf der Zielgeraden
Parallel läuft die größte Bankenintegration der jüngeren Geschichte in ihre Schlussphase. Die Migration der früheren CS-Kundenkonten auf die UBS-Plattform soll bis Ende März abgeschlossen sein. Ende März beginnt zudem die Abschaltung der Legacy-IT-Systeme der Credit Suisse – mit dem Ziel, die gesamte Integration bis Ende 2026 substanziell fertigzustellen. Kumulierte Bruttokosteneinsparungen belaufen sich bereits auf 10,7 Milliarden Dollar, die Synergien auf 13,5 Milliarden Dollar.
Für 2026 peilt UBS eine RoCET1-Quote von rund 15 Prozent an. Mittelfristig, bis 2028, sollen rund 18 Prozent RoCET1 und eine Kosten-Ertrags-Relation von etwa 67 Prozent erreicht werden.
An der Generalversammlung am 15. April werden zudem neue Gesichter in den Verwaltungsrat gewählt: Agustín Carstens, früherer Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, und Luca Maestri, ehemaliger CFO von Apple, sollen frische Regulierungs- und Finanzkompetenz einbringen.
Die operative Stärke von UBS ist damit klar dokumentiert. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, wie der Schweizer Bundesrat seine Eigenkapitalpläne konkretisiert – und ob UBS die befürchtete Benachteiligung gegenüber der internationalen Konkurrenz abwenden kann.
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