UBS Aktie: Buy-in über 1,7 Mrd. Pfund mit Legal & General

Das Bundesgericht bestätigte Eingriffe in frühere CS-Vergütungen; zugleich stehen mögliche Gebühren und die UBS-Quartalszahlen im Fokus.

Die Kernpunkte:
  • Gericht bestätigt staatliche Bonuskürzungen
  • Ständeratskommission befürwortet mögliche Liquiditätsgebühr
  • Pensionsplan vereinbart Buy-in über 1,7 Milliarden Pfund
  • UBS legt Quartalsbericht am 28. Oktober vor

Juristische Klärung bei Altlasten der Credit Suisse trifft auf anhaltende politische Debatten in Bern: Vor der Vorlage der Zwischenbilanz am 28. Oktober steht die Schweizer Grossbank an mehreren Fronten im Fokus.

Während ein Urteil des Schweizer Bundesgerichts von dieser Woche Rechtssicherheit bei strittigen Vergütungen bringt, zeichnen sich auf regulatorischer Seite zusätzliche finanzielle Belastungen ab. An der Börse beendete das Papier den Handel am Freitag bei 42,43 Euro.

Bundesgericht stützt Bonuskürzungen ehemaliger CS-Manager

Am Donnerstag verbuchte die Bank gemeinsam mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft einen juristischen Erfolg vor dem höchsten Gericht des Landes. Das Schweizer Bundesgericht hiess Beschwerden der Eidgenossenschaft und der UBS gut und bestätigte die Rechtmässigkeit staatlicher Eingriffe in frühere Vergütungen.

Demnach durfte der Bund ausstehende Boni von Führungskräften der übernommenen Credit Suisse ganz oder teilweise streichen. Die richterliche Bestätigung betrifft die obersten drei Führungsebenen des früheren Instituts und beseitigt ein finanzielles sowie juristisches Risiko aus der Notübernahme.

Neue Gebührenpläne und Risikoreduktion

Gleichzeitig wächst der regulatorische Druck im Heimatmarkt. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats sprach sich am Dienstag grundsätzlich für eine Abgabe aus, die systemrelevante Institute mit bedeutenden internationalen Aktivitäten für den Zugang zum öffentlichen Liquiditäts-Backstop entrichten sollen.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters wäre die UBS gegenwärtig das einzige Finanzinstitut, das diese Vorgaben erfüllt. Zudem regte die Kommission an, die Bemessungsgrundlage für diese geplante Gebühr noch auszuweiten.

Parallel dazu treibt die Bank Schritte zur Risikominimierung im Pensionsbereich voran. Ebenfalls am Dienstag vereinbarten der UBS (UK) Group Pension Plan und Legal & General einen Buy-in über 1,7 Milliarden britische Pfund. Diese Transaktion sichert die Leistungen von mehr als 7.000 Mitgliedern der Pensionskasse ab.

Fokus richtet sich auf den 28. Oktober

Die operativen Auswirkungen dieser Entwicklungen rücken in den Mittelpunkt, wenn die UBS am 28. Oktober ihren Geschäftsbericht für das dritte Quartal 2026 vorlegt. Marktbeobachter dürften den Termin nutzen, um Details zur Integration der Credit Suisse sowie zur Kapitalausstattung abzugleichen.

Zudem prüft das Institut Notfallpläne für den Fall, dass die schweizerischen Regeln zu stark verschärft werden. Mit einem Plus von 6,7 Prozent seit Jahresbeginn behauptet sich die Aktie im laufenden Jahr im positiven Bereich, liegt jedoch 12 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch.

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