UBS Aktie: Flaues Geschäft?
Die Schweizer Großbank meldet starke operative Zahlen und schreitet bei der Credit-Suisse-Integration voran, doch rechtliche Risiken und regulatorische Forderungen belasten die Aktie.

- Starker Jahresgewinn von 7,76 Milliarden US-Dollar
- Juristische Klagen aus NS-Zeit belasten die Bank
- Drohende Kapitalanforderungen in Milliardenhöhe
- Integration der Credit Suisse verläuft schneller als geplant
Die Schweizer Großbank UBS liefert für das abgelaufene Geschäftsjahr starke Zahlen und treibt die Integration der übernommenen Credit Suisse schneller voran als geplant. Dennoch verweigern Anleger den Applaus. Schuld daran sind hartnäckige juristische Altlasten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und drohende regulatorische Milliardenforderungen, die sich wie ein schwerer Mantel über die eigentlich positive operative Entwicklung legen.
Juristische Altlasten und regulatorischer Gegenwind
Ein Blick nach New York zeigt, womit das Management derzeit abseits des Tagesgeschäfts kämpft. Vor einem US-Bundesgericht in Brooklyn versucht die Bank, sich vor neuen Klagen rund um Konten der Credit Suisse mit potenziellen Verbindungen in die NS-Zeit zu schützen. Die UBS pocht darauf, dass ein 1999 geschlossener Milliardenvergleich alle zukünftigen Ansprüche abdeckt. Eine aktuelle Anhörung endete jedoch ohne Einigung.
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Parallel dazu schwebt die Diskussion um verschärfte Kapitalanforderungen über dem Finanzinstitut. Möglicherweise muss die UBS in Zukunft zusätzliches Eigenkapital in Höhe von bis zu 22 Milliarden US-Dollar vorhalten. Diese Unsicherheiten erklären, warum der Aktienkurs seit Jahresbeginn um 19,35 Prozent auf aktuell 32,42 Euro nachgegeben hat.
Integration auf der Überholspur
Wie gut läuft das eigentliche Bankgeschäft im Kontrast zu diesen juristischen und regulatorischen Hürden? Der frisch geprüfte Jahresbericht für 2025 zeichnet ein erfreuliches Bild. Die komplexe Integration der Credit Suisse biegt auf die Zielgerade ein. Bis Ende dieses Monats sollen die verbleibenden Kundentransfers abgeschlossen sein, zeitgleich beginnt die Abschaltung der alten IT-Systeme. Mit Bruttokosteneinsparungen von 10,7 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr übertraf die Bank sogar ihre eigenen Prognosen.
Die operative Stärke untermauert das Management mit folgenden Kernzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr:
* Nettogewinn: 7,76 Milliarden US-Dollar
* Harte Kernkapitalquote (CET1): 14,4 Prozent
* Geplante Dividende: 1,10 US-Dollar je Aktie
* Neues Aktienrückkaufprogramm: Volumen von 3 Milliarden US-Dollar
Die nächsten Wochen bringen nun entscheidende Termine für die weitere Kursentwicklung. Am 15. April stimmen die Aktionäre auf der Generalversammlung über die vorgeschlagene Dividende und die Neubesetzungen im Verwaltungsrat ab. Die wichtigste Bewährungsprobe folgt kurz darauf am 29. April mit den Quartalsergebnissen. Dann muss das Management nachweisen, dass die riskante IT-Migration planmäßig anläuft und keine unerwarteten Einmalkosten die Bilanz belasten.
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