UBS Aktie: Kündigungswelle rollt an

Die Schweizer Großbank leitet die nächste Integrationsphase ein und kündigt tausenden Mitarbeitern, um milliardenschwere Synergien zu realisieren. Parallel bereitet sie ein Krypto-Angebot vor.

Die Kernpunkte:
  • Massive Stellenstreichungen bei ehemaliger CS
  • Fokus auf IT- und Backoffice-Bereiche
  • Ziel von 13 Milliarden Dollar Einsparungen
  • Neues Kryptoangebot für Premiumkunden

Die Integration der Credit Suisse tritt nun in ihre vielleicht schmerzhafteste Phase ein. Während das Management an der Oberfläche Ruhe ausstrahlt, werden hinter den Kulissen Fakten geschaffen, die tausende Mitarbeiter direkt betreffen. Für Anleger stellt sich die entscheidende Frage: Reichen diese drastischen Sparmaßnahmen aus, um den zuletzt deutlich unter Druck geratenen Aktienkurs zu stabilisieren?

  • Maßnahme: Versand von „RIF-Kündigungsbriefen“ (Reduction in Force)
  • Zeitplan: Ende März 2026
  • Zielgruppe: Vorwiegend ehemalige CS-Mitarbeiter in IT und Backoffice
  • Einsparziel: Realisierung von 13 Milliarden US-Dollar Synergien

Die UBS macht ernst bei der Umsetzung ihrer Integrationspläne. Medienberichten zufolge steht der Versand einer großen Welle von Kündigungsschreiben unmittelbar bevor. Laut der „SonntagsZeitung“ sollen die sogenannten „RIF-Briefe“ Ende März 2026 verschickt werden. Dieser Schritt zielt darauf ab, die durch die Übernahme entstandenen Doppelgleisigkeiten endgültig zu beseitigen.

Fokus auf IT und Verwaltung

Der Stellenabbau trifft Berichten zufolge überproportional stark die Belegschaft der ehemaligen Credit Suisse. Im Fadenkreuz stehen insbesondere die Bereiche IT, Backoffice und Operations. Dies ist die logische Konsequenz der laufenden Systemmigration: Da immer mehr alte IT-Plattformen der CS abgeschaltet werden, entfällt die Notwendigkeit für das entsprechende Wartungs- und Verwaltungspersonal.

Die Bank hatte bereits bestätigt, dass allein in der Schweiz rund 3.000 Entlassungen unvermeidbar sind. Global verfolgt das Management das interne Ziel, die Belegschaft auf etwa 85.000 Mitarbeiter zu schrumpfen. Diese Personalkürzungen sind der Haupthebel, um die versprochenen Kosteneinsparungen von rund 13 Milliarden US-Dollar zu erreichen. Angesichts eines Kursrückgangs von über 21 Prozent in den letzten 30 Tagen auf zuletzt 36,39 CHF warten Investoren ungeduldig auf den Nachweis, dass diese Synergien tatsächlich ergebnisseitig greifen.

Strategieanpassung und Krypto-Vorstoß

Während auf der Kostenseite der Rotstift regiert, sucht die Großbank parallel nach neuen Einnahmequellen. Marktbeobachter registrieren Vorbereitungen für den Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether. Dieses Angebot soll sich spezifisch an hochvermögende Kunden (Ultra-High-Net-Worth) richten, um im Wettbewerb um das „Smart Money“ nicht den Anschluss zu verlieren.

Auch personell werden die Weichen für die Ära nach der Integration gestellt. CEO Sergio Ermotti plant seinen Rücktritt für April 2027. Bis zu diesem Datum liegt der absolute Fokus der Führungsebene auf der finalen und erfolgreichen Umsetzung der Fusion, deren Gelingen für die langfristige Profitabilität der Bank essenziell ist.

UBS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue UBS-Analyse vom 2. Februar liefert die Antwort:

Die neusten UBS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für UBS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

UBS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...