UBS Aktie: Q2-Zahlen morgen mit 68%-Überraschungsquote

UBS präsentiert morgen die Quartalszahlen. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 0,90 Dollar. Die Aktie notiert nahe am Jahreshoch.

Die Kernpunkte:
  • Quartalszahlen am Mittwoch erwartet
  • Analysten sehen Gewinn von 0,90 Dollar
  • Aktie nahe am 52-Wochen-Hoch
  • Stellenabbau und Rechtssieg in USA

UBS steht vor einem ereignisreichen Mittwoch: Der Schweizer Bankkonzern legt morgen seine Zahlen zum zweiten Quartal 2026 vor. Anleger blicken gespannt auf das Zahlenwerk, nachdem die Bank im Auftaktquartal die Erwartungen deutlich übertroffen hatte.

Analysten erwarten Gewinn von 0,90 Dollar je Aktie

Für das zweite Quartal rechnen sieben Analysten im Konsens mit einem Gewinn je Aktie von 0,902 US-Dollar, neun Analysten kalkulieren mit einem Umsatz von 13,40 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 liegt die Konsensschätzung bei einem EPS von 3,55 Dollar und einem Umsatz von 52,86 Milliarden Dollar, gestützt auf 18 beziehungsweise 15 Analystenstimmen. Im ersten Quartal hatte UBS mit einem EPS von 0,90 Dollar die Erwartungen um 5,21 Prozent übertroffen, der Umsatz blieb mit 13,66 Milliarden Dollar allerdings unter den Prognosen. Die Aktie reagierte damals mit einem Kursplus von 1,47 Prozent. Laut FXEmpire hat UBS in 68 Prozent der vergangenen 41 Quartalsberichte die Markterwartungen geschlagen – eine Bilanz, die die Erwartungshaltung für den morgigen Bericht zusätzlich anheizt.

Die Kennzahlen aus dem Vorjahresquartal sind nur bedingt vergleichbar, da UBS damals noch in Schweizer Franken bilanzierte: Der Gewinn je Aktie lag bei 0,620 Franken, der Umsatz bei 16,18 Milliarden Franken. Ein direkter Vergleich mit den aktuellen Dollar-Schätzungen verbietet sich daher.

Aktie notiert nahe am Jahreshoch

An der Börse hat sich die Erwartungshaltung längst im Kurs niedergeschlagen. Das Papier notiert aktuell bei 45,94 Euro und gibt am heutigen Dienstag um 0,56 Prozent nach. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 15,51 Prozent zu Buche. Zum 52-Wochen-Hoch von 48,19 Euro, erreicht Mitte Juli, fehlen der Aktie derzeit 4,67 Prozent – UBS bewegt sich damit weiterhin in Reichweite ihrer Bestmarke, während der Markt auf frische Impulse aus dem Zahlenwerk wartet.

Rechtssieg in den USA und fortschreitender Stellenabbau

Neben dem operativen Geschäft beschäftigt Anleger auch ein juristischer Erfolg: Ein US-Berufungsgericht in New York wies Mitte Juli die Berufung von Gläubigern der 2023 abgeschriebenen Credit-Suisse-AT1-Anleihen ab und bestätigte damit die Staatsimmunität der Schweiz. Die Kläger hatten im Juni 2024 eine Klage über 370 Millionen Dollar eingereicht, nachdem sie im Zuge der Credit-Suisse-Übernahme durch UBS Teil der insgesamt 17,3 Milliarden Dollar schweren AT1-Abschreibung geworden waren. Die erste Instanz hatte die Klage bereits im Herbst 2025 abgewiesen.

Parallel dazu treibt UBS den mit der Credit-Suisse-Integration verbundenen Stellenabbau voran. Inside Paradeplatz berichtet, die Bank habe die Belegschaft von 103.177 Vollzeitstellen Ende 2025 auf 101.594 per Ende März 2026 reduziert und peile für Ende Juni einen Stand unter 100.000 Stellen an. In der Schweiz selbst sollen die derzeit rund 35.000 Vollzeitstellen mittelfristig auf unter 30.000 sinken. Als Gründe nennt der Bericht die fortschreitende Integration der Credit Suisse, den Einsatz künstlicher Intelligenz sowie Verlagerungen ins Ausland.

Zusätzlich zur operativen Entwicklung meldete UBS Group AG jüngst eine Aufstockung ihres Stimmrechtsanteils am Technologiekonzern LPKF Laser & Electronics auf 3,15 Prozent, nach zuvor 2,58 Prozent – ein Hinweis darauf, dass die Bank auch im laufenden Umbau ihre Beteiligungsaktivitäten fortsetzt. Der morgige Quartalsbericht dürfte nun zeigen, ob sich der Sparkurs bereits stärker in der Ertragslage niederschlägt.

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