UBS Aktie: Rückkauf früher fertig
UBS erzielt im dritten Quartal 2,7 Milliarden Dollar Nettogewinn und will das Aktienrückkaufprogramm bis Februar abschließen.

- Nettogewinn steigt um acht Prozent
- Vermögensverwaltung gewinnt 55 Milliarden Dollar
- Investmentbank meldet Rekordquartal im Handel
- Kapitalregeln bleiben politisch ungeklärt
UBS liefert im dritten Quartal solide Zahlen und zieht den Abschluss seines Aktienrückkaufs vor. Der Konzern verdiente 2,7 Milliarden Dollar netto und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Der Blick richtet sich dennoch auf Bern, wo die künftigen Kapitalregeln verhandelt werden.
Vermögensverwaltung treibt das Ergebnis
Der Vorsteuergewinn stieg um 27 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar, bereinigt um 14 Prozent auf 4,1 Milliarden. Der Nettogewinn legte um acht Prozent zu, der verwässerte Gewinn je Aktie lag bei 0,85 Dollar. Die Eigenkapitalrendite (RoCET1) erreichte 14,8 Prozent, bereinigt 16,7 Prozent.
Die globale Vermögensverwaltung zog 55 Milliarden Dollar an Netto-Neugeldern an. Besonders stark flossen die Mittel in Asien und Amerika. In den USA wuchs der Vorsteuergewinn um 28 Prozent, die Marge verbesserte sich um mehr als zwei Prozentpunkte auf 16 Prozent.
Die Investmentbank steuerte ein Rekordquartal bei. Der Handel mit Aktien legte um 22 Prozent zu, getragen von Derivaten und strukturierten Produkten.
Schwächer lief die Vermögensverwaltung für institutionelle Kunden (Asset Management): Hier flossen netto 5,1 Milliarden Dollar ab, die Erträge sanken wegen geringerer Performance-Gebühren um sieben Prozent.
Rückkauf und Integration
Im Quartal kaufte UBS eigene Aktien für 1,8 Milliarden Dollar zurück. Das Programm über 3 Milliarden Dollar soll nun bis zur Vorlage der Zahlen zum vierten Quartal im Februar abgeschlossen sein. Zuvor war Mitte 2027 angepeilt. Die Höhe und das Tempo künftiger Rückkäufe knüpft die Bank an die Entscheidungen des Parlaments zur Kapitalisierung ausländischer Tochtergesellschaften. Die Ziele für die Kapitalrückgabe 2027 will sie im Februar nennen.
Die Integration der Credit Suisse liegt im Plan und soll bis Jahresende im Wesentlichen abgeschlossen sein. Die kumulierten Bruttokosteneinsparungen sollen bis Ende 2026 bei rund 13,7 Milliarden Dollar liegen, nach bisher 13,5 Milliarden. Etwa 90 Prozent der alten IT-Anwendungen sind bereits vollständig abgeschaltet.
Kapitalregeln bleiben der Knackpunkt
Die harte Kernkapitalquote lag bei 14,7 Prozent, über dem Zielwert von rund 14 Prozent. Politisch ist die Lage allerdings offen. Eine parlamentarische Kommission berät die neuen Vorgaben, die im Dezember in den Nationalrat kommen sollen. Der Ständerat hatte im vergangenen Monat Regeln vorgeschlagen, die UBS als inakzeptabel bezeichnete.
Der Verwaltungsratspräsident hatte gewarnt, die Bank müsse ihre Zukunft in der Schweiz sorgfältig prüfen, falls die Anforderungen zu streng ausfielen. Einzelne Aktionäre fordern gar einen Wegzug. Konzernchef Sergio Ermotti setzt auf eine Lösung, die die Finanzstabilität sichert, ohne Aktionäre, Kunden und Mitarbeiter übermäßig zu belasten.
Für das Schlussquartal erwartet UBS eine saisonal übliche Abschwächung der Handelsvolumen. Im Handel dürfte der Vergleich mit dem starken Vorjahr zudem belasten, da dort ein Veräußerungsgewinn enthalten war.
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