UBS Aktie: Umbau im Verwaltungsrat

UBS nominiert zwei Schwergewichte für den Verwaltungsrat, um die Integration der Credit Suisse und regulatorische Herausforderungen zu meistern. Die Hauptversammlung entscheidet im April.

Die Kernpunkte:
  • Zwei neue Verwaltungsräte mit Expertise in Regulierung und Finanzen
  • Integration der Credit Suisse erreicht entscheidende Phase
  • Starker Quartalsgewinn und Aktienrückkauf angekündigt
  • Hauptversammlung am 15. April 2026 als nächster Fixpunkt

UBS stellt ihren Verwaltungsrat neu auf – und setzt dabei auf zwei Namen mit Gewicht: Ex-BIZ-Chef Agustín Carstens und Apple-Topmanager Luca Maestri sollen im April ins Gremium einziehen. Das Timing ist kein Zufall, denn die Bank steuert auf eine Phase zu, in der Integration und Regulierung gleichzeitig volle Aufmerksamkeit verlangen. Was soll der Doppelzugang konkret bringen?

Zwei neue Köpfe – mit klarer Rollenlogik

Für die Hauptversammlung am 15. April 2026 hat UBS die Nominierung von Agustín Carstens und Luca Maestri angekündigt. Inhaltlich ist die Auswahl eindeutig: Carstens steht für tiefes Verständnis von Zentralbank- und Regulierungsfragen, Maestri für CFO-Erfahrung und Kapitalallokation aus dem Konzernumfeld.

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Carstens war von 2017 bis Juni 2025 Generaldirektor der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) und führte zuvor unter anderem das Internationale Währungs- und Finanzkomitee (IWF). Maestri ist heute Vice President of Corporate Services bei Apple und war davor über ein Jahrzehnt CFO des iPhone-Konzerns.

Abgänge und Nachfolge: Drei Sitze werden frei

Gleichzeitig kommt es zu Abgängen: William C. Dudley und Jeanette Wong treten nicht zur Wiederwahl an, beide saßen sieben Jahre im Verwaltungsrat und waren in mehreren Ausschüssen aktiv. Zudem zieht sich Lukas Gähwiler nach 45 Jahren Karriere zurück – zuletzt als stellvertretender Verwaltungsratspräsident. Für diesen Vizepräsidentenposten wurde Markus Ronner zur Wahl nominiert.

Warum das Thema jetzt wichtig wird

Die Personalien fallen in eine Phase erhöhter Aufmerksamkeit für UBS – auch, weil die Credit-Suisse-Integration in ihre finale Strecke geht. Laut Mitteilung will UBS Ende März damit beginnen, Credit-Suisse-Plattformen abzuschalten, die Migration soll bis Jahresende abgeschlossen werden. Genau hier treffen Governance, Risiko- und Finanzsteuerung aufeinander – und genau in diesen Feldern verortet UBS die Verstärkung.

Auch operativ liefert die Bank Eckdaten, die den Rahmen für diese Umbauten setzen: Die verwalteten Vermögen hätten erstmals 7 Billionen US-Dollar überschritten. Zudem wurde ein Aktienrückkaufprogramm über 3 Milliarden US-Dollar angekündigt, das Volumen wolle UBS übertreffen. Der Nettogewinn im vierten Quartal 2025 stieg zudem um 56% auf 1,2 Milliarden US-Dollar und lag damit über den genannten Erwartungen von 919 Millionen US-Dollar.

Am Markt zeigt sich die Aktie zuletzt eher verhalten: Heute notiert sie bei 35,69 Euro (+0,56%), auf 30 Tage steht ein Minus von 11,35%.

Zum nächsten Fixpunkt wird die Abstimmung auf der Hauptversammlung am 15. April 2026. Parallel rückt bereits Ende März als operativer Meilenstein in den Fokus, wenn UBS mit dem Abschalten von Credit-Suisse-Plattformen beginnt und damit den Druck auf eine saubere Umsetzung der Integration weiter erhöht.

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