UBS: Ermotti kritisiert Kapitalvorschriften als extrem
UBS-Chef Ermotti kritisiert geplante Kapitalvorschriften als überzogen. Die Aktie zeigt sich trotz politischer Unsicherheit weiterhin stark.

- Ermotti nennt Pläne unverhältnismäßig
- Streit um Auslandstöchter der Bank
- Aktie trotzt politischem Gegenwind
- Integration der Credit Suisse läuft
Auf dem Parkett läuft es rund, in Bern braut sich Ärger zusammen. UBS-Chef Sergio Ermotti wehrt sich vehement gegen die neuen Kapitalvorschriften des Schweizer Bundesrats. Er nennt die Pläne extrem und unverhältnismäßig.
Im Kern geht es um die ausländischen Tochtergesellschaften der Großbank. Die Politik fordert dafür künftig eine vollständige Eigenkapitalunterlegung. Ermotti sieht darin einen massiven Eingriff. Dieser schade der globalen Wettbewerbsfähigkeit der Bank. Vorwürfe über aggressives politisches Lobbying wies der Konzernchef direkt zurück.
Die Börse ignoriert den politischen Gegenwind bislang. Am Freitag schloss die Aktie bei 37,57 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen verzeichnet das Papier ein Plus von rund neun Prozent. Der Kurs notiert damit komfortabel über seinen kurzfristigen Durchschnittslinien.
Strategie auf dem Prüfstand
Einen Abzug der Bank aus der Schweiz schließt das Management aktuell aus. Verwaltungsratspräsident Colm Kelleher prüft parallel dazu andere Optionen. Das Ziel: Die negativen Folgen der Regulierung begrenzen. Höhere Kapitalpuffer kosten die Bank wertvolle Flexibilität im internationalen Geschäft.
Strengere Eigenmittelvorschriften binden unweigerlich Kapital. Das verengt theoretisch den Spielraum für künftige Aktienrückkäufe oder höhere Dividenden. Neben dem Streit in Bern läuft die Integration der Credit Suisse weiter. Dieser gewaltige Prozess prägt das operative Geschäft weiterhin massiv.
Die politische Debatte bestimmt nun den kurzfristigen Kursverlauf. Investoren preisen ein, wie stark die neuen Regeln die Rendite drücken. Fällt der Kompromiss in Bern strenger aus als erwartet, droht ein schnelles Ende der jüngsten Kursrally.
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