Ubtech Robotics Aktie: Zum Aufschwung bereit

Ubtech Robotics will durch die Übernahme von Fenglong und eine Allianz mit Siemens die Produktionskosten senken und die Serienfertigung von humanoiden Robotern hochfahren.

Die Kernpunkte:
  • Übernahme von Fenglong zur Kontrolle der Lieferkette
  • Kooperation mit Siemens für Serienproduktion
  • Umsatzwachstum bei humanoiden Robotern um 53 Prozent
  • Nettoverlust schrumpft, Profitabilität noch nicht erreicht

1.079 verkaufte Humanoide in einem Jahr — nach nur drei im Jahr davor. Ubtech Robotics hat 2025 bewiesen, dass die Nachfrage nach humanoiden Robotern real ist. Jetzt geht es darum, die Produktion hochzufahren, ohne die Kosten aus dem Ruder laufen zu lassen.

Fenglong-Übernahme: Lieferkette unter eigener Kontrolle

Am 11. März 2026 sicherte sich Ubtech zunächst knapp 30 Prozent an Zhejiang Fenglong Electric. Neun Tage später folgte ein öffentliches Übernahmeangebot für weitere 13 Prozent — zu 17,72 Renminbi je Aktie. Die Angebotsfrist lief am 20. April ab. Mehr als 98 Prozent der Aktionärsstimmen hatten die Transaktion zuvor gebilligt.

Gelingt das Angebot vollständig, hält Ubtech künftig 43 Prozent an Fenglong. Der Gesamtpreis liegt bei knapp 1,7 Milliarden Yuan. Fenglong würde damit zur ersten A-Aktien-Tochter von Ubtech — mit sechs von sieben Vorstandsmandaten unter Ubtech-Kontrolle.

Das Ziel dahinter ist klar: Ubtech will rund 90 Prozent seiner Lieferkette in China lokalisieren. Fenglong stellt Motoren, Aktuatoren und Hydrauliksysteme her — Komponenten, die direkt in humanoide Roboter einfließen. Das Management erwartet, die Produktionskosten dadurch jährlich um 20 bis 30 Prozent zu senken. Langfristig soll der Stückpreis des Walker S2 von derzeit 80.000 Dollar auf rund 20.000 Dollar bis 2027 fallen.

Siemens als Produktionspartner

Parallel dazu schloss Ubtech Mitte März eine Kooperationsvereinbarung mit Siemens Digital Industries Software. Das Ziel: bis Ende 2026 eine Serienproduktion von 10.000 Einheiten aufbauen. Siemens liefert dafür PLM- und Fertigungssoftware sowie einen digitalen Zwilling für den gesamten Entwicklungszyklus.

Fenglong-Übernahme und Siemens-Partnerschaft bilden die zwei Säulen von Ubtechs Skalierungsstrategie.

Starke Zahlen, noch rote Zahlen

Der Umsatz kletterte 2025 um 53 Prozent auf 2 Milliarden Yuan. Das Segment humanoide Roboter wuchs auf 820 Millionen Yuan — und ist damit inzwischen Ubtechs größte Sparte. Die Bruttomarge stieg von 29 auf 38 Prozent; für 2026 peilt das Management 40 bis 43 Prozent an.

Profitabel ist Ubtech noch nicht. Der Nettoverlust schrumpfte allerdings um 32 Prozent auf knapp 790 Millionen Yuan. Die Richtung stimmt — die Geschwindigkeit der Verbesserung wird entscheidend sein.

Wettbewerb und Bewertungsrisiko

Tesla will seinen Optimus 3 im Sommer 2026 in Serie bringen. Der chinesische Konkurrent D-Robotics hat frisch 120 Millionen Dollar eingesammelt. Chinesische Hersteller stellen laut Omdia fast 90 Prozent der weltweiten Lieferungen humanoider Roboter — eine Führungsposition, die Ubtech verteidigen will.

Marktbeobachter verweisen auf zwei Risikofaktoren: eine Bewertung von mehr als dem 22-Fachen des Umsatzes sowie ausstehende Forderungen von 1,3 Milliarden Renminbi. Der Walker S2 erreicht aktuell erst die Hälfte der Arbeitseffizienz eines Menschen. Ubtech will diesen Wert bis 2027 auf 80 Prozent steigern. Die Aktie notiert rund 31 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch — der Markt wartet auf den Beweis, dass die Integrationsrechnung aufgeht.

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