Unicredit Aktie: 1,3 Milliarden Euro Anleihe vorzeitig getilgt

Italiens Großbank zahlt nachrangige Anleihe frühzeitig zurück und senkt so künftige Zinskosten. Parallel läuft die Commerzbank-Offensive.

Die Kernpunkte:
  • Frühzeitige Rückzahlung von 1,3 Milliarden Euro
  • Senkung künftiger Zinsausgaben
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch
  • Commerzbank-Anteil von 42,5 Prozent

Die italienische Großbank UniCredit tilgt frühzeitig Schulden in Höhe von 1,3 Milliarden Euro. Das Geldhaus kündigte am Dienstag die vorzeitige Rückzahlung einer nachrangigen Anleihe an. Die Entscheidung ist Teil der aktiven Bilanzsteuerung des Konzerns.

Die Papiere mit variablem Zinssatz werden vor dem offiziellen Fälligkeitstermin zurückgezahlt. Das senkt künftige Zinskosten und gibt der Bank mehr finanzielle Flexibilität. Die konkreten Beweggründe für die Entscheidung blieben offen.

Die UniCredit-Aktie notierte zuletzt bei 79,53 Euro – ein Minus von 0,5 Prozent. Auf Jahressicht steht ein Plus von knapp 44 Prozent. Damit notiert das Papier nur 1,7 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 80,91 Euro, das erst vor wenigen Tagen markiert wurde.

Millionen-Engagement bei Commerzbank

Parallel läuft die Übernahmeoffensive bei der Commerzbank weiter. UniCredit hält inzwischen 42,5 Prozent an dem deutschen Konkurrenten. Das Übernahmeangebot läuft noch bis zum 3. Juli.

Die Bundesregierung hält 12,1 Prozent der Commerzbank-Aktien und lehnt UniCredits Vorstoß ab. Die Pläne, die restlichen Aktionären aus dem Unternehmen zu drängen, bezeichnete Berlin als „nicht umsetzbar“. Am 16. Juni lehnte die Regierung das Angebot offiziell ab.

Hinzu kommt ein weiterer Konflikt: UniCredit zog kürzlich eine Klage gegen die italienische Regierung zurück. Es ging um Auflagen für die gescheiterte Banco-BPM-Übernahme. Das dürfte die Beziehungen zur Regierung in Rom entspannen – ein kleiner strategischer Vorteil für die weiteren Pläne des Konzerns.

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