Unicredit Aktie: Commerzbank-Deal vertagt
Die Entscheidung über eine mögliche Fusion mit der Commerzbank wurde auf 2026 vertagt. Unicredit konzentriert sich stattdessen auf einen Rettungsplan für die italienische Banca Progetto.

- Commerzbank-Deal offiziell auf 2026 verschoben
- Rettungsplan für Banca Progetto in Italien vereinbart
- Stabile Partnerschaft mit Generali in Osteuropa
- Aktienkurs notiert deutlich unter Jahreshoch
Unicredit-Chef Andrea Orcel tritt bei seinem prominentesten Expansionsprojekt vorerst auf die Bremse. Die Entscheidung über eine mögliche Übernahme der Commerzbank wurde offiziell auf das Jahr 2026 verschoben. Dieser strategische Aufschub markiert eine Zäsur im Zeitplan für die angestrebte europäische Bankenfusion und verschafft dem Management Raum für andere Prioritäten.
Seit der ersten Ankündigung des Übernahmeinteresses im September 2024 konnte die Unicredit-Aktie zwar deutlich zulegen, doch der Weg zur vollständigen Integration erweist sich als komplex. Zwar liegt die Genehmigung der Europäischen Zentralbank für die Aufstockung der Beteiligung auf 29,9 % bereits vor, doch entscheidende Freigaben durch das Bundeskartellamt und weitere Regulierungsbehörden stehen noch aus.
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Rettungsplan für Banca Progetto
Parallel zur Großbaustelle Commerzbank engagiert sich Unicredit verstärkt am Heimatmarkt. Gemeinsam mit anderen italienischen Schwergewichten wie Intesa Sanpaolo und Banco BPM treibt das Institut einen 750 Millionen Euro schweren Rettungsplan für die angeschlagene Banca Progetto voran. Das Vorhaben wurde Ende Januar 2026 formal vereinbart und zielt darauf ab, das seit einem Jahr unter Sonderverwaltung stehende Institut zu stabilisieren.
Der Plan sieht vor, notleidende Kredite in einen gemeinschaftlichen Fonds auszulagern. Am 27. März 2026 soll eine außerordentliche Aktionärsversammlung den Weg für die endgültige Rekapitalisierung ebnen. Nach Abschluss der Maßnahme wird ein Konsortium der beteiligten Banken die Mehrheit an dem Institut übernehmen.
Stabiles CEE-Geschäft und Marktdruck
Trotz der Verzögerungen bei der Expansion bleibt das operative Fundament in Osteuropa ein wichtiger Pfeiler. Generali-Chef Philippe Donnet bestätigte jüngst, dass Unicredit ein Kernpartner für den Versicherer in Zentral- und Osteuropa (CEE) bleibt. Die bestehende Kooperation im Versicherungsvertrieb soll unabhängig von anderen strategischen Manövern fortgeführt werden, während Orcel die Entwicklungen im Versicherungssektor genau beobachtet.
Zuletzt geriet der gesamte europäische Bankensektor jedoch unter Druck. Sorgen über eine mögliche Stagnation in der Eurozone und damit verbundene Kreditrisiken belasteten die Kurse. Die Unicredit-Aktie beendete den Handel am Donnerstag bei 64,60 Euro. Damit notiert der Titel aktuell rund 18 % unter seinem 52-Wochen-Hoch vom Februar.
Der Fokus der Unicredit liegt nun kurzfristig auf dem Abschluss der italienischen Konsolidierung. Mit der Aktionärsversammlung am 27. März steht der nächste Termin fest, an dem die Bank die Neuordnung ihres Portfolios vorantreiben will.
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