Unilever: 1,2-Milliarden-Dollar-Übernahme von Grüns

Unilever übertrifft Erwartungen mit Volumenwachstum, doch die Aktie bleibt schwach. Großes Rückkaufprogramm und Übernahme laufen parallel.

Die Kernpunkte:
  • Bereinigter Umsatz steigt um 3,8 Prozent
  • Starkes Volumenwachstum in Schwellenländern
  • Übernahme von Grüns für 1,2 Milliarden Dollar
  • Aktienrückkauf über 1,5 Milliarden Euro gestartet

Starkes Volumenwachstum, milliardenschwere Aktienrückkäufe und eine anstehende Dividende. Bei Unilever klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Während der Konsumgüterriese im ersten Quartal die Erwartungen übertrifft, notiert die Aktie seit Jahresbeginn rund zehn Prozent im Minus.

Volumen treibt das Wachstum

Im ersten Quartal 2026 stieg der bereinigte Umsatz um 3,8 Prozent. Damit schlug der Konzern die Markterwartungen. Treiber war diesmal nicht die Preisschraube, sondern ein unerwartet starkes Volumenwachstum von knapp drei Prozent.

Besonders die Schwellenländer lieferten ab. Indien glänzte mit einem Plus von sieben Prozent, Lateinamerika kehrte zu positiven Absatzmengen zurück. Währungseffekte verhagelten allerdings die unbereinigte Bilanz und drückten den ausgewiesenen Umsatz auf 12,6 Milliarden Euro.

Zukäufe und Konzernumbau

Parallel dazu baut das Management das Portfolio um. Unilever übernimmt das US-Nahrungsergänzungsmittel-Unternehmen Grüns. Der Deal hat laut Berichten ein Volumen von 1,2 Milliarden US-Dollar. Die Marke ergänzt künftig die Gesundheits- und Wellness-Sparte des Konzerns.

Derweil läuft die Abspaltung des Lebensmittelgeschäfts. Die Fusion mit dem Gewürzhersteller McCormick soll spätestens Mitte 2027 abgeschlossen sein. Der Umbau kostet das Unternehmen einmalig rund 500 Millionen Euro.

Enger Zeitplan für Aktionäre

Für Aktionäre verdichten sich nun die Termine. Seit Ende April läuft ein Aktienrückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro. Morgan Stanley erwirbt dafür bis spätestens Anfang Juli Papiere über die Börse.

Hinzu kommt die Quartalsdividende von 0,46 Euro je Aktie. Stichtag für den Anspruch ist der 14. Mai. Bereits am Vortag tritt die Hauptversammlung zusammen.

Am Markt verpuffen diese Impulse bislang. Die Aktie notiert aktuell bei 49,77 Euro und liegt damit knapp sieben Prozent unter ihrer 50-Tage-Linie. Für das Gesamtjahr hält der Vorstand an seiner Prognose fest und peilt ein Umsatzwachstum am unteren Ende der Zielspanne an.

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