Unilever Aktie: 15,7 Milliarden Dollar von McCormick

Unilever treibt die Konzernaufspaltung voran und fusioniert das Lebensmittelgeschäft mit McCormick. Ein Insiderkauf signalisiert Vertrauen in die neue Strategie.

Die Kernpunkte:
  • Aufspaltung des Konzerns vorangetrieben
  • Lebensmittelsparte fusioniert mit McCormick
  • Insiderkauf signalisiert Vertrauen
  • Milliardenschwere Aktienrückkäufe geplant

Unilever treibt die Aufspaltung des Konzerns massiv voran. Nach der Abspaltung der Eiscreme-Sparte steht nun das restliche Lebensmittelgeschäft vor einer Fusion mit McCormick. CEO Fernando Fernandez will das Unternehmen konsequent auf die Bereiche Schönheit und Körperpflege ausrichten.

Insider setzen auf die neue Strategie

Ein Aufsichtsratsmitglied setzte derweil ein deutliches Zeichen des Vertrauens. Ruby Lu kaufte ADR-Anteile für rund eine halbe Million Dollar. Solche Insiderkäufe gelten am Markt oft als Signal für eine Unterbewertung. Die Aktie notiert aktuell rund 20 Prozent unter ihrem Jahreshoch.

Der Deal mit McCormick bildet das Herzstück der neuen Strategie. Unilever erhält eine Barzahlung von 15,7 Milliarden Dollar. Die Transaktion ist steueroptimiert als Reverse Morris Trust strukturiert. Unilever und seine Aktionäre halten künftig 65 Prozent an diesem Gemeinschaftsunternehmen für Aromen und Gewürze.

Milliarden für die Aktionäre

Das Management nutzt die freiwerdenden Mittel für massive Aktienrückkäufe. Ein Programm über 1,5 Milliarden Euro wurde gerade abgeschlossen. Bis zum Jahr 2029 plant der Konzern weitere Rückkäufe im Volumen von bis zu sechs Milliarden Euro. Damit will Unilever die Kosten auffangen, die durch die Trennung der Unternehmensteile entstehen.

An der Börse herrscht dennoch Vorsicht. Die Aktie schloss am Freitag bei 50,39 Euro. Damit liegt das Papier zwar über dem 50-Tage-Durchschnitt von 49,46 Euro, hinkt der Performance seit Jahresbeginn aber deutlich hinterher.

Operativ bleibt die Lage herausfordernd. Unilever erwartet für das restliche Jahr ein Umsatzwachstum am unteren Ende der Spanne von vier bis sechs Prozent. Die Integration des McCormick-Geschäfts und die Bewältigung der Kosteninflation bestimmen die kommenden Monate.

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