Uniper Aktie: 5 Milliarden bis 2030
Uniper treibt mit 5 Milliarden Euro den Konzernumbau voran und setzt auf wasserstofffähige Kraftwerke sowie Rechenzentren als neue Einnahmequelle.

- Milliardenschwere Investition in Konzernumbau
- Fokus auf wasserstofffähige Kraftwerke
- Rechenzentren als neue Ertragsquelle
- Aktie seit Jahresbeginn stark gestiegen
Uniper schaltet auf Angriff. Der Energiekonzern steckt bis zum Jahr 2030 rund 5 Milliarden Euro in den Konzernumbau. Dabei setzt das Management auf eine neue Einnahmequelle: Rechenzentren an alten Kraftwerksstandorten.
Kraftwerke für Deutschland
Den Investitionsschub löst ein neues Gesetz zur Versorgungssicherheit aus. Laut Konzernchef Michael Lewis macht dieses Gesetz den deutschen Markt wieder attraktiv für Investoren. Uniper plant bereits zwei wasserstofffähige Kraftwerke in Gelsenkirchen-Scholven und Staudinger.
Rund 2,5 Milliarden Euro fließen direkt in deutsche Projekte. Damit will das Unternehmen die heimische Infrastruktur absichern. Die geplanten Anlagen sollen zusammen eine Leistung von rund 1,7 Gigawatt erreichen.
Neue Erlöse durch Datenhunger
Parallel dazu erschließt Uniper das Geschäft mit Rechenzentren. Der Hunger der Tech-Branche nach Strom wächst rasant. Uniper besitzt bereits zehn geeignete Standorte in europäischen Daten-Knotenpunkten.
Drei Projekte befinden sich in einem späten Entwicklungsstadium. Ein erstes Projekt in Großbritannien ist bereits fertig. Diese Sparte soll langfristige, vertraglich abgesicherte Erträge liefern.
Uniper baut außerdem sein Gasgeschäft aus. Ziel ist ein Volumen von bis zu 300 Terawattstunden. Die gesamte Stromerzeugungskapazität soll bis zum Ende des Jahrzehnts auf maximal 20 Gigawatt klettern.
Der Markt reagiert positiv auf die Pläne. Die Aktie notiert aktuell bei 42,65 Euro. Seit Jahresbeginn liegt der Titel über 30 Prozent im Plus. Die erste Bewährungsprobe folgt im September und Dezember 2026 bei den offiziellen Kraftwerks-Ausschreibungen.
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