Uniper: Droht die Insolvenz wegen der Gas-Krise?

Uniper ist ein auf den Energiehandel spezialisiertes deutsches Unternehmen. Durch die aktuelle Gas-Krise ist es schwer belastet, da es fast für ein Drittel des deutschen Gasimportes zuständig ist. Seit die Liefermenge durch Russland stark gedrosselt wurde, ist der Kurs der Aktie um ca. 76% seit Januar auf aktuell nur noch gut 10 Euro gesunken. Worauf sollten sich Anleger einstellen?

Uniper – Staatshilfen benötigt

Uniper war in der Vergangenheit ein erfolgreiches Unternehmen, dies ist nun vorbei. Durch die Sanktionen gegen Russland und der Einstellung von Nord-Stream 2 Gaspipeline nahm das Unternehmen Abschreibungen auf das gewährte Darlehen vor, dies führte zu hohen bilanziellen Verlusten.

Mittlerweile ist Uniper auf Staatshilfen angewiesen, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Das Problem ist, dass die Preise für den Bezug von Gas drastisch gestiegen sind. Die Weitergabe dieser gestiegenen Kosten ist seitens des Staates noch nicht erlaubt.

Ohne diese Möglichkeit der Weitergabe gerät Uniper in eine existenzbedrohende Lage. Aktuell wird über Staatshilfen verhandelt. Diese könnten Kredite der KFW oder einer direkten Beteiligung sein.

Wie geht es mit der Aktie weiter?

Das ist momentan schwer einzuschätzen. Der Markt hat auf die bisherige Situation mit einem Ausverkauf der Aktie reagiert. Es hängt jetzt viel von der Art der Staatshilfe sowie der Preisweitergabe ab. Eine Entscheidung wird in Kürze erwartet.

Uniper ist für die Energieversorgung viel zu wichtig, als dass der Staat das Unternehmen nicht unterstützt, die Frage ist nur wie.

Aktionäre sollten vorsichtig sein und die Aktie vorerst meiden. Die Volatilität dürfte weiterhin sehr groß sein, dies hat die Kurssteigerung am Freitag mit + 20% auf 15,63 Euro gezeigt. Für Trader, die auf eine schnelle Staatshilfe spekulieren, könnten sich Investitionen in die Aktie lohnen, allerdings ist das Risiko sehr hoch, dass starke Verwässerungen über Kapitalerhöhungen folgen.

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