Uniper nach E.On-Abspaltung mit Dividenden-Erhöhung

Der Kraftwerksbetreiber Uniper hat nach der Abspaltung von der Mutter E.On das erste Geschäftsjahr als eigenständiges Unternehmen mit einer soliden operativen Entwicklung abgeschlossen und verspricht den Aktionären bereits jetzt eine Dividenden-Erhöhung. Unterm Stricht steht jedoch ein dickes Minus.

Uniper hat für das letzte Jahr seine wesentlichen Bilanzkennzahlen gestärkt. Das bereinigte Ebitda erreichte 2,1 Mrd. Euro und lag damit über den Werten von 2015 mit 1,7 Mrd. Euro. Damit tendierten sie im oberen Bereich der Prognosen.

Vor allem ein starkes Gasgeschäft und die hohen Einmaleffekte aus den Neuverhandlungen mit Gaslieferanten wirkten sich positiv auf das Ergebnis aus. Gegenüber dem Vorjahr fielen die Investitionen mit 0,78 Mrd. Euro rund 0,3 Mrd. Euro geringer aus als im Vorjahr, hier macht sich bereits der Sparkurs des Chefs bemerkbar.

Dickes Minus in der Bilanz

Allerdings steht in der Bilanz unterm Strich ein dickes Minus von 3,2 Mrd. Euro. Dies aufgrund von Abschreibungen auf Kraftwerke und Gas-Speicher wegen des gefallenen Strompreises. Insgesamt summierten sich die Wertberichtigungen auf 2,9 Mrd. Euro. Das Unternehmen bildete außerdem Rückstellungen in Höhe von 1,1 Mrd. Euro.

CEO Klaus Schäfer baut auf Zuverlässigkeit: "Uniper steht für eine zuverlässige Versorgung seiner Kunden und Märkte mit Gas und Strom. Zuverlässig geliefert haben wir auch bei allen Finanzzielen im ersten Geschäftsjahr als eigenständiges Unternehmen.

Uniper sieht gute Basis für 2017

Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Düsseldorfer ein bereinigtes Ebit im Bereich von 0,9 bis 1,2 Mrd. Euro. Die Prognose ist weiterhin durch angespannte energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen geprägt. Bei den zahlungswirksamen Investitionen erwartet die E.On-Tochter für 2017 eine Größenordnung leicht oberhalb des Geschäftsjahres 2016.

"Die solide operative und bilanzielle Entwicklung bildet eine gute Basis für das laufende Geschäftsjahr 2017. Mit der weiteren Umsetzung der angekündigten Maßnahmen werden wir Unipers nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen. Den Dividendenvorschlag von 55 Cent je Aktie für das Geschäftsjahr 2016 bestätigen wir heute unverändert", sagte CEO Schäfer.

Dividendenerhöhung auch im nächsten Jahr

Bei der Dividende für das Geschäftsjahr 2017 strebt Uniper an, diese verglichen mit dem Geschäftsjahr 2016 erhöhen zu können. Auf Basis seiner Dividendenpolitik und des aktuellen Ausblicks einschließlich der Veräußerung von Yushno-Russkoje strebt das Unternehmen für 2017 eine weitere Steigerung der Dividende um rund 15 % an.

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