UnitedHealth Aktie: Heikle Vorwürfe
Ein Bericht wirft dem UnitedHealth-CEO Interessenkonflikte bei privaten Investments vor. Die Vorwürfe treffen den Versicherer in einer Phase des Kursrückgangs und regulatorischer Herausforderungen.

- Bericht zu privaten Investments von CEO Hemsley
- Mögliche Interessenkonflikte im Gesundheitssektor
- Aktie notiert weit unter Fünfjahreshoch
- Unternehmen sieht sich mit regulatorischem Druck konfrontiert
Der US-Versicherungsriese UnitedHealth gerät erneut in die Schlagzeilen – diesmal jedoch nicht wegen Abrechnungsfragen, sondern aufgrund der privaten Geschäfte seines CEOs. Ein Bericht des Wall Street Journal wirft Fragen zu möglichen Interessenkonflikten von Konzernchef Stephen Hemsley auf. Für die ohnehin stark korrigierte Aktie ist die Debatte um die Unternehmensführung eine zusätzliche Belastung.
Brisante Privateinestments
Im Fokus steht die Investmentfirma Cloverfields Capital Group, die Hemsley im Jahr 2019 gründete, während er als Verwaltungsratsvorsitzender für UnitedHealth tätig war. Laut den Recherchen flossen über dieses Vehikel Millionenbeträge in verschiedene Startups im Gesundheitssektor.
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Das Problem dabei: Einige dieser Beteiligungen, wie etwa Solera Health oder Monogram Health, operieren im direkten Umfeld des Versicherungskonzerns. Sie bieten digitale Gesundheitslösungen an oder betreuen Patienten mit chronischen Erkrankungen – Felder, die auch für UnitedHealth zum Kerngeschäft gehören. Zudem wurde eine Investmentplattform für Versicherungsmakler identifiziert, die unter anderem Pläne von UnitedHealth vertreibt.
Konzern weist Kritik zurück
UnitedHealth bestätigte zwar die Existenz der Investments, verteidigt jedoch das Vorgehen seines Chefs. Hemsley sei nicht in das operative Tagesgeschäft der Investmentfirma eingebunden. Mit seiner Rückkehr auf den CEO-Posten im Mai 2025 seien die entsprechenden Anteile zudem in einen unabhängig verwalteten Trust überführt worden.
Governance-Experten bewerten die Konstruktion dennoch als ungewöhnlich für den CEO eines börsennotierten Großunternehmens. Kritisch angemerkt wird im Bericht, dass UnitedHealth offenließ, ob es sich um einen sogenannten „Blind Trust“ handelt. Bei einer solchen Konstruktion wüsste der Begünstigte nicht, welche Transaktionen getätigt werden – was hier unklar bleibt.
Aktie unter massivem Druck
Der Zeitpunkt der Enthüllungen könnte für UnitedHealth kaum ungünstiger sein. Der Aktienkurs hat sich von seinem 5er-Jahreshoch bei über 600 US-Dollar nahezu halbiert und notiert aktuell bei rund 291 US-Dollar.
Verantwortlich für den Abwärtstrend waren zuletzt vor allem externe Faktoren: Strengere regulatorische Vorgaben und der Druck auf die Tarife im wichtigen Medicare-Advantage-Geschäft belasten die Margen. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 geht von einem Umsatzrückgang um zwei Prozent auf knapp 439 Milliarden US-Dollar aus. In diesem Umfeld der „geplanten Gesundschrumpfung“, wie es das Unternehmen nennt, wiegen Zweifel an der Good Governance besonders schwer.
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