UnitedHealth Aktie: Regulierung verschärft sich

Nevadas Aufsicht wirft UnitedHealthcare Verstöße gegen Gleichbehandlungsgesetze bei psychischen Erkrankungen vor. Die Aktie des Konzerns kämpft bereits mit Umsatzrückgang und schwachen Medicare-Bewertungen.

Die Kernpunkte:
  • Vorwürfe diskriminierender Genehmigungspraxis in Nevada
  • Aktienkurs im Jahresvergleich deutlich gesunken
  • Erwarteter Umsatzrückgang erstmals seit Jahrzehnten
  • Analysten sehen Vorteile durch vertikale Integration

UnitedHealth Group gerät erneut unter Druck. Die Aufsichtsbehörden in Nevada haben Verstöße gegen gesetzliche Vorgaben bei der Behandlung psychischer Erkrankungen festgestellt. Für den Gesundheitskonzern, dessen Aktie im vergangenen Jahr bereits massiv an Wert verloren hat, kommt die Nachricht zur Unzeit.

Nevada: Verstöße bei Kostenübernahme

Am 18. Februar 2026 teilte die Nevada Division of Insurance mit, dass mehrere Versicherer – darunter UnitedHealthcare – gegen staatliche und bundesweite Gleichbehandlungsgesetze im Bereich psychischer Gesundheit verstoßen haben. Die Behörde stellte fest, dass die Versicherer für Behandlungen psychischer Erkrankungen und Suchterkrankungen deutlich restriktivere Genehmigungsverfahren anwenden als für medizinische oder chirurgische Eingriffe.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Unitedhealth?

Die Daten zeigen: Bei bis zu 22 Prozent der Anträge für psychische Behandlungen war eine Vorabgenehmigung erforderlich – verglichen mit nur 5 Prozent bei Standardbehandlungen. Zudem wurden Anträge für externe psychiatrische Leistungen mit einer Quote von 37 Prozent abgelehnt, während die Ablehnungsrate in anderen medizinischen Bereichen bei lediglich 7 Prozent lag. Die Vergütung für Anbieter psychiatrischer Leistungen fiel im Durchschnitt um 14,3 Prozent niedriger aus.

Belastete Ausgangslage

Die Aktie von UnitedHealth notiert aktuell bei rund 293 Dollar. Das entspricht einem Rückgang von etwa 41 Prozent innerhalb der vergangenen zwölf Monate. Die Stimmung bleibt angespannt, nachdem das Unternehmen Ende Januar 2026 bekannt gab, für das laufende Jahr einen Umsatzrückgang auf etwa 439 Milliarden Dollar zu erwarten – erstmals seit Jahrzehnten.

Hauptgrund ist das stagnierende Erstattungsumfeld bei Medicare Advantage. Die Sätze für 2027 sollen lediglich um 0,09 Prozent steigen. Hinzu kommen schwache Bewertungen der eigenen Tarife: Top Consumer Reviews vergab für die Medicare-Advantage-Pläne von UnitedHealthcare in ausgewählten Regionen nur 2,0 von 5 Sternen.

Analysten sehen langfristiges Potenzial

Trotz der regulatorischen und operativen Belastungen gibt es Stimmen, die das Geschäftsmodell des Konzerns weiterhin als widerstandsfähig einschätzen. Eine am 18. Februar 2026 veröffentlichte Analyse von The Motley Fool verweist auf die vertikale Integration zwischen der Versicherungssparte UnitedHealthcare und dem Gesundheitsdienstleister Optum als strukturellen Vorteil.

UnitedHealthcare generierte 2025 über 352 Milliarden Dollar an Prämieneinnahmen, während Optum 123 Millionen Verbraucher betreute. Befürworter argumentieren, dass diese Größe auch in schwierigen Marktphasen Verhandlungsmacht und Stabilität verschafft.

Unitedhealth-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Unitedhealth-Analyse vom 19. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Unitedhealth-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Unitedhealth-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Unitedhealth: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Unitedhealth