UPS Aktie: Tagesaktuelle Einordnung

Der Logistikkonzern reduziert freiwillig seine Belegschaft, um sich von Amazon unabhängiger zu machen und die Profitabilität zu steigern. Ein Gericht wies den Einspruch der Gewerkschaft zurück.

Die Kernpunkte:
  • Sechsstellige Abfindung für freiwilligen Austritt
  • Reduzierung der Amazon-Volumina um über 50 Prozent
  • Gericht genehmigt umfassendes Umstrukturierungsprogramm
  • Fokus auf Effizienz statt auf reines Wachstum

UPS setzt den Rotstift an und bietet seinen Fahrern hohe Abfindungen für ein freiwilliges Ausscheiden an. Der Logistikriese reagiert damit auf schwindende Volumina beim Großkunden Amazon und verfolgt konsequent die Strategie „besser, nicht größer“. Es ist der Beginn einer umfassenden Rosskur, die das gesamte Netzwerk des Unternehmens effizienter aufstellen soll.

Sechsstellige Abfindungen für Fahrer

Das aktuelle Angebot an die Belegschaft ist deutlich: UPS bietet Fahrern eine Einmalzahlung von 150.000 US-Dollar an, sofern sie das Unternehmen verlassen. Hinzu kommen bereits erworbene Renten- und Krankenversicherungsansprüche. Interessierte Mitarbeiter haben bis zum 12. März Zeit, sich für das Programm zu bewerben. Die meisten Trennungen sollen bereits zum 26. April wirksam werden.

Hintergrund dieser Maßnahme ist das Ziel, im laufenden Jahr bis zu 30.000 Stellen in operativen Bereichen abzubauen und rund zwei Dutzend Standorte zu konsolidieren. Ein gerichtlicher Versuch der Gewerkschaft Teamsters, das Abfindungsprogramm zu stoppen, scheiterte kürzlich vor einem Bundesgericht. Damit hat das Management nun freie Bahn für die Umstrukturierung. Kann der Konzern seine ehrgeizigen Effizienzziele allein durch freiwillige Abgänge erreichen? Falls nicht, drohen laut Unternehmensangaben betriebsbedingte Kündigungen.

Fokus auf Effizienz statt Volumen

Der Wandel bei UPS ist kein Zufall, sondern Teil einer langfristigen Neuausrichtung unter CEO Carol Tomé. Das bisherige Geschäftsmodell, das stark auf Masse setzte, wird zunehmend zugunsten der Profitabilität optimiert. Ein entscheidender Faktor ist dabei die schrumpfende Partnerschaft mit Amazon. Bis zur zweiten Jahreshälfte 2026 soll das Liefervolumen für den E-Commerce-Giganten um mehr als 50 Prozent reduziert werden. Parallel dazu lagert UPS bereits einfache Sendungen an den U.S. Postal Service aus.

An der Börse zeigt sich eine leichte Erholung: Die Aktie notierte gestern bei 96,44 Euro und konnte seit Jahresbeginn zwar rund 11,9 Prozent zulegen, liegt auf Jahressicht jedoch noch immer deutlich im Minus. Die Anleger honorieren zwar den Fokus auf margenstarke Kerngeschäfte, doch der massive Umbau des Netzwerks und die Abkehr vom Volumen-Booster Amazon fordern zunächst ihren Tribut.

Entscheidend für die weitere Entwicklung wird die Beteiligungsquote am Abfindungsprogramm sein. Sollte das Ziel bis zum 12. März nicht erreicht werden, dürften die angekündigten Entlassungen folgen, um die angestrebte Verschlankung des Konzerns sicherzustellen.

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