Uran: Kapitalzufluss und Preissprung

Der Uranpreis steigt um über 30 Prozent, während Unternehmen wie Centrus Energy Milliarden in die Infrastruktur investieren und neue Minenprojekte starten.

Die Kernpunkte:
  • Uranpreis notiert 31 Prozent über Vorjahresniveau
  • Milliardenaufträge für Anreicherungskapazitäten
  • Steigende Produktion in bestehenden Minen
  • Neue Explorationsprogramme in den USA und Kanada

Der Uranmarkt erlebt eine Renaissance, angetrieben durch den massiven Energiebedarf für Künstliche Intelligenz und Rechenzentren. Mit einem Preissprung von über 31 Prozent innerhalb eines Jahres und signifikanten Börsengängen kehrt das Vertrauen der Investoren in den Sektor zurück. Doch wie nachhaltig ist dieser Aufstieg angesichts der neuen Milliardeninvestitionen in die Infrastruktur?

  • Kapitalzufluss: Jaguar Uranium Corp. sammelte beim Börsengang an der NYSE American 25 Millionen US-Dollar ein; der Handel startete vorgestern.
  • Preisentwicklung: Der Uranpreis stieg heute auf 88,90 USD pro Pfund und notiert damit rund 31 Prozent über dem Vorjahresniveau.
  • Infrastruktur: Centrus Energy sichert sich Kapazitäten für einen Auftragsrückstand von 2,3 Milliarden US-Dollar.

Milliarden für die Infrastruktur

Um die steigende Nachfrage zu bedienen, werden die Kapazitäten zur Urananreicherung massiv ausgebaut. Centrus Energy gab gestern bekannt, die milliardenschwere Erweiterung der Produktion im US-Bundesstaat Ohio gemeinsam mit dem Dienstleister Fluor voranzutreiben. Ziel ist die Großproduktion von schwach angereichertem Uran (LEU), um den bestehenden Auftragsrückstand abzuarbeiten.

Dieses Projekt spiegelt den globalen Trend wider: Regierungen setzen verstärkt auf Kernenergie, um Klimaziele zu erreichen und die Energiesicherheit zu erhöhen. Laut Sprott Asset Management stiegen die Spotpreise bereits im Januar zeitweise auf über 100 US-Dollar pro Pfund – ein Niveau, das seit zwei Jahren nicht mehr erreicht wurde.

Explorationswelle und steigende Produktion

Die hohen Preise locken verstärkt Explorationsunternehmen an. American Uranium hat heute mit Bohrungen auf dem Lo Herma Projekt in Wyoming begonnen, um die bestehende Ressource von 8,57 Millionen Pfund Triuranoctoxid zu erweitern. Auch im kanadischen Athabasca-Becken sind die Bohrer bereits aktiv; Aventis Energy startete dort Anfang der Woche ein Winterprogramm über 3.000 Meter.

Dass sich der Betrieb bestehender Minen derzeit lohnt, zeigen die heute veröffentlichten Halbjahresergebnisse von Paladin Energy. Das Unternehmen steigerte die Produktion in der namibischen Langer Heinrich Mine im Vergleich zum Vorquartal um 16 Prozent auf 1,23 Millionen Pfund Uranoxid. Die Verkäufe erfolgten zu einem durchschnittlichen Preis von 71,8 US-Dollar pro Pfund.

Marktprognosen und Spotpreise

Trotz der jüngsten Dynamik zeigt sich der Markt kurzfristig leicht volatil. Der aktuelle Spotpreis von 88,90 US-Dollar liegt über dem für das Quartalsende erwarteten Wert von 86,03 US-Dollar. Dennoch bleibt die fundamentale Unterstützung durch den wachsenden Strombedarf von Rechenzentren ein zentraler Preistreiber für die kommenden Jahre.

Die Marktstimmung bleibt positiv, da der Uranpreis für die nächsten zwölf Monate bei rund 90,80 US-Dollar erwartet wird. Ein wichtiger Termin für Anleger ist das Ende des ersten Quartals 2026, wenn American Uranium die aktualisierten Ressourcendaten für das Projekt Lo Herma vorlegt.

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