Uranium Energy Aktie: Burke-Hollow-Start bei 55-Dollar-Kosten
Uranium Energy verzeichnet trotz Produktionsstart in Burke Hollow einen Nettoverlust von 52,3 Millionen Dollar und einen Kurssturz von 33 Prozent binnen einer Woche.

- Nettoverlust von 52,3 Millionen Dollar
- Produktionsstart im Burke-Hollow-Projekt
- Kurssturz um 33 Prozent in sieben Tagen
- Liquide Mittel von 794 Millionen Dollar
Uranium Energy Corp meldet einen operativen Meilenstein. Amerikas größtes neues Uranprojekt liefert erstmals Material. Die Börse reagiert dennoch gnadenlos. Innerhalb von nur sieben Tagen stürzte der Kurs um 33 Prozent ab.
Rote Zahlen trotz Produktionsstart
Im abgelaufenen Quartal verbuchte das texanische Unternehmen einen Nettoverlust von 52,3 Millionen US-Dollar. Ein Hauptgrund für das Defizit sind gestiegene Produktionskosten. Verzögerungen bei behördlichen Genehmigungen drückten das Fördervolumen. Parallel dazu erhöhten sich die staatlichen Steuern. Die Gesamtkosten pro Pfund Uran kletterten dadurch auf knapp 55 US-Dollar.
Ausbau der Kapazitäten
Operativ macht Uranium Energy durchaus Fortschritte. Anfang April startete die Produktion im Burke-Hollow-Projekt in Südtexas. Marktbeobachter werten dies als größte amerikanische Neuentwicklung seit über einem Jahrzehnt. Auch die Anlage Christensen Ranch erhielt grünes Licht für eine Erweiterung. Dort nahmen drei neue Förderanlagen den Betrieb auf. Das Management rechnet im laufenden Quartal mit deutlich höheren Produktionsraten.
Volle Kassen und ungesicherte Bestände
Finanziell steht der Konzern auf einem soliden Fundament. Die Bilanz ist schuldenfrei. Das Management verfügt über liquide Mittel in Höhe von 794 Millionen US-Dollar. Davon liegen 488 Millionen US-Dollar als reines Bargeld bereit. Die Strategie bleibt aggressiv. Uranium Energy hält 1,46 Millionen Pfund Uran komplett ungesichert. Der Konzern spekuliert damit direkt auf steigende Weltmarktpreise.
Anleger ignorieren die volle Kasse derzeit komplett. Am Mittwoch schloss das Papier bei 8,14 Euro. Damit notiert der Wert rund 53 Prozent unter seinem Jahreshoch vom Januar. Ein Relative-Stärke-Index von unter 30 Punkten signalisiert inzwischen einen massiv überverkauften Zustand. Das Management erwartet für das laufende vierte Quartal deutlich höhere Produktionsraten. Gelingt dadurch eine Senkung der Stückkosten, könnte der überverkaufte Titel einen Boden finden.
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