US-Hedgefonds Elliott schießt nach

Bei SLM Solutions geht es schon seit Längerem bergab mit dem Kurs, jetzt schießt Großaktionär Elliot nach und übernimmt weitere knapp 1,8 Millionen neuer Papiere. Der Aktienkurs stieg zum Wochenende um mehr als 50 %.  

In der vergangenen Woche hatten die Aktien um den 3D-Druckspezialisten ihren Tiefpunkt erreicht. Sie waren auf ein Rekordtief von 5,63 Euro gefallen. Anfang 2018 kosteten die Anteilsscheine noch rund 50 Euro und waren dann durch mehrere Gewinnwarnungen in einen Abwärtsstrudel geraten.

13 Mio. Euro

Jetzt griff Großaktionär und US-Hedgefonds Elliott ein und pumpte 13 Millionen Euro in das Unternehmen. Damit steigt der Anteil von Elliott an SLM auf 29,8 %. Ein Fünftel hiervon wollen die Amerikaner allerdings an ENA Investment Capital weiterreichen, einem Hedgefonds, der von ehemaligen Investmentbankern geführt wird.

Aufsichtsrat neu besetzen

Außerdem nimmt Elliott Einfluss auf den Aufsichtsrat. In Abstimmung mit dem Hedgefonds sollen drei neue Experten mit Industrie- und Kapitalmarkterfahrung kommen. Als neue Aufsichtsratsmitglieder wurden Michael Mertin, Magnus René und Thomas Schweppe vorgeschlagen. Sie sollen die drei scheidenden Mitglieder Bernd Hackmann, Peter Grosch und Lars Becker ersetzen. Mertin war viele Jahre Vorstandschef von Jenoptik, René Chef des schwedischen 3D-Druckerproduzenten Arcam und Schweppe arbeitete früher für Goldman Sachs.

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