US-Wahl: Bevorzugt die Wall Street Clinton oder Trump?

Das Rennen um den Einzug ins Weiße Haus ist weiterhin offen, die Umfragen sind knapp. Daher sind auch die US-Börsen in einer Art Wartehaltung, erst in der kommenden Woche weiß auch die Wall Street mehr. Doch welche Auswirkungen hätte ein Sieg von Hillary Clinton? Wie würden die Börsen und Aktien auf Donald Trump reagieren?

Wall Street - PixabayÜber Grenzen hinweg beliebt beim amerikanischen Volk sind beide Kandidaten nicht. Auch deshalb ist der Kampf ums Weiße Haus noch recht offen. Die neuen Ermittlungen zur E-Mail-Affäre von Hillary Clinton haben ihren Umfrage-Vorsprung schrumpfen lassen. Donald Trump wittert wieder seine Chance auf die Präsidentschaft – ein Grund, warum die US-Indizes momentan unter Druck stehen.

Warum die Wall Street Clinton wählen würde

Die Wall Street würde eindeutig für Hillary Clinton votieren, denn trotz aller Vorbehalte steht die Demokratin für Stabilität und ökonomische Seriosität. Mit einem Clinton-Sieg bei der Wahl dürften die US-Aktien kurzfristig einen Schub bekommen. Das Gegenteil dürfte bei einem Sieg von Donald Trump der Fall sein.

Denn der Milliardär gilt auch in ökonomischer Hinsicht als unberechenbar. Und kaum etwas benötigen Aktienmärkte mehr als Verlässlichkeit und Beständigkeit. Mit dem Republikaner könnte jedoch eine stärker protektionistische Wirtschaftspolitik verfolgt werden. Auch der Schuldenberg könnte unter Trump noch rasanter ansteigen – beides fürchtet die Wall Street.

US-Wahl: Kurzfristige Auswirkungen ja, aber langfristig?

Kurzfristig dürfte die Präsidentschaftswahl in den USA also gewisse Auswirkungen auf die Aktienmärkte haben. Auch der DAX könnte Nachwirkungen zu spüren bekommen, etwa wenn Donald Trump die Überraschung schafft und das Rennen für sich entscheidet. Ein kurzzeitiger Einbruch der Märkte gilt dann als wahrscheinlich.

Langfristig sieht das schon wieder etwas anders aus, denn das Sprichwort „Politische Börsen haben kurze Beine“ trifft in aller Regel auch auf Polit-Megaereignisse wie eine US-Wahl zu. Also auch die Frage ob Clinton oder Trump ins Weiße Haus einziehen, wird die Börsen nicht nachhaltig beeinflussen – es sei denn, Donald Trump stellt wie angekündigt wirklich das System auf den Kopf.

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