Valneva: 37,11% Kursfall nach LB6V-Misserfolg
Valnevas Kapitalerhöhung über 37 Mio. Euro führt zu deutlicher Aktienverwässerung. Der Kurs fällt auf Jahrestief, während der Borreliose-Impfstoff Hoffnung gibt.

- Kapitalerhöhung über 37 Millionen Euro
- Aktienkurs nahe 52-Wochen-Tief
- Borreliose-Impfstoff als Schlüsselprojekt
- Analysten uneins über Kursentwicklung
Die jüngste Finanzierungsrunde hinterlässt deutliche Spuren in der Bilanz von Valneva. Wenige Tage vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen rückt die offizielle Stimmrechtsmitteilung das volle Ausmaß der Verwässerung in den Fokus.
Ende April schloss das französische Biotech-Unternehmen eine Kapitalerhöhung über 37 Millionen Euro ab. Dabei platzierte das Management knapp 16 Millionen neue Aktien zu einem Bezugspreis von 2,33 Euro. Jeder neuen Aktie ist ein Optionsschein beigefügt. Werden diese vollständig ausgeübt, fließt ein weiterer zweistelliger Millionenbetrag in die Kassen.
An der Börse spiegelt sich die Belastung wider. Die Aktie notiert aktuell bei 2,30 Euro und damit nur knapp über dem erst kürzlich markierten 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf rund 40 Prozent.
Borreliose-Vakzin als Dreh- und Angelpunkt
Die Ausübung der Optionsscheine ist an eine strikte Bedingung geknüpft. Sie können erst nach einer möglichen FDA-Zulassung für den Borreliose-Impfstoffkandidaten LB6V gewandelt werden. Genau hier liegt das Risiko. Im März verfehlte das Vakzin in der entscheidenden klinischen Studie den primären Endpunkt, was Valneva und Partner Pfizer auf eine geringe Krankheitsinzidenz zurückführten.
Ungeachtet des Rückschlags treiben beide Unternehmen die Zulassungsanträge für die zweite Jahreshälfte 2026 voran. Zielmärkte sind die USA und Europa. Im Erfolgsfall winken Meilensteinzahlungen von bis zu 143 Millionen US-Dollar sowie prozentuale Umsatzbeteiligungen.
Juristischer Druck und Analysten-Skepsis
Eine laufende Untersuchung der US-Kanzlei Pomerantz wegen möglicher Wertpapierverstöße verschärft die Lage. Entsprechend gespalten blicken Marktbeobachter auf die Papiere. Während Goldman Sachs die Aktie mit einem Kursziel von 2,15 Euro zum Verkauf stellt, rechnet Guggenheim für das erste Quartal mit einem Umsatz von 49,1 Millionen Euro – spürbar über den Konsensschätzungen.
Kommenden Mittwoch präsentiert Valneva die Ergebnisse für das abgelaufene Jahresviertel im Rahmen eines Webcasts. Für das Gesamtjahr 2026 peilt der Vorstand Erlöse zwischen 155 und 170 Millionen Euro an.
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