Valneva Aktie: Ermittlungen wegen Betrugsverdacht!
Eine US-Anwaltskanzlei untersucht Valneva wegen möglichen Wertpapierbetrugs im Zusammenhang mit der Kommunikation zu Phase-3-Daten des Impfstoffs VLA15. Die Aktie verlor daraufhin massiv an Wert.

- US-Kanzlei prüft Klage wegen Wertpapierbetrugs
- Phase-3-Studie verfehlte primären Endpunkt
- Aktienkurs stürzte um über 40 Prozent ab
- Pfizer plant trotzdem FDA-Zulassungsantrag
Ein vermeintlicher Forschungserfolg wird zum juristischen Bumerang. Die US-Kanzlei Pomerantz prüft offiziell eine Klage wegen Wertpapierbetrugs gegen Valneva. Im Zentrum steht die Kommunikation rund um den wichtigsten Hoffnungsträger des Unternehmens: den Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA15.
Diskrepanz bei den Studiendaten
Ende März präsentierten Valneva und Partner Pfizer die Phase-3-Daten für den Impfstoff. Die Unternehmen sprachen von positiven Ergebnissen und verwiesen auf eine Wirksamkeit von rund 73 Prozent. Ermittler prüfen nun den Vorwurf der bewussten Täuschung. Der Impfstoff verfehlte seinen primären Endpunkt, da während der Studie schlicht zu wenige Krankheitsfälle auftraten. Anleger und Juristen evaluieren aktuell, ob das Management durch diese irreführende Darstellung gegen Börsengesetze verstoßen hat.
Die Quittung am Aktienmarkt folgte prompt. Am Tag der Datenveröffentlichung stürzten die Papiere massiv ab. Aktuell notiert die Aktie bei 2,68 Euro und verzeichnet damit einen Verlust von über 41 Prozent auf 30-Tage-Sicht. Der Kurs bewegt sich rund 33 Prozent unterhalb der 50-Tage-Linie, was den anhaltenden Abwärtsdruck unterstreicht.
Fundamentaldaten treffen auf Vertrauenskrise
Operativ steht das Unternehmen auf einem solideren Fundament. Valneva beendete das Jahr 2025 mit einem Umsatz von 174,7 Millionen Euro und liquiden Mitteln in Höhe von 109,7 Millionen Euro. Der operative Cash-Burn sank um 21 Prozent. Dennoch lastet der klinische Fehlschlag schwer auf dem von der Führungsebene als „transformational“ ausgerufenen Jahr 2026.
Das Management bemüht sich um Schadensbegrenzung. Auf der heutigen Life Sciences Konferenz von Van Lanschot Kempen muss die Führungsebene Stellung zu den Vorwürfen beziehen und den weiteren Weg für die Pipeline aufzeigen.
Für Aktionäre rücken nun drei konkrete Termine in den Fokus:
– 15. April: Präsentation auf der Van Lanschot Kempen Konferenz
– 7. Mai: Veröffentlichung der Ergebnisse für das erste Quartal 2026
– 1. Juni: Ordentliche Hauptversammlung
Trotz des verfehlten primären Endpunkts hält Pfizer an den Zulassungsplänen fest. Der US-Pharmariese plant weiterhin, die umstrittenen Studiendaten im Laufe dieses Jahres bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einzureichen.
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