Valneva Aktie: Erscheint der Abwärtstrend?

Der Lyme-Impfstoff sollte Valnevas Zukunft sichern. Stattdessen hat das Scheitern am primären Endpunkt des Phase-3-Trials VALOR eine Klagewelle ausgelöst — und die Aktie in den freien Fall geschickt.

Die US-Anwaltskanzlei Pomerantz LLP hat ihre Untersuchung gegen Valneva zuletzt am 21. April 2026 erneuert. Im Kern geht es um den Vorwurf des Wertpapierbetrugs: Haben Valneva und einzelne Führungskräfte Anleger über die Erfolgsaussichten des Lyme-Impfstoffkandidaten LB6V (früher VLA15) getäuscht? Obwohl Valneva und Entwicklungspartner Pfizer die Studiendaten als positiv eingestuft hatten, verfehlte der Impfstoff seinen primären Endpunkt — begründet mit einer zu geringen Fallzahl erkrankter Studienteilnehmer. Die Reaktion an den Märkten war brutal: Die amerikanischen Hinterlegungsscheine brachen Ende März um mehr als 37 Prozent ein.

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Aktie auf Mehrjahrestief

An der Euronext Paris notiert die Aktie aktuell bei 2,58 Euro — rund 33 Prozent unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 3,84 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier fast ein Drittel seines Wertes verloren, das 52-Wochen-Hoch von 5,16 Euro liegt bereits in weiter Ferne. Eine Unterstützungszone um 2,50 Euro hält bislang, knapp über dem 52-Wochen-Tief von 2,37 Euro.

IXCHIQ: Umsatzanker mit Einschränkungen

Während der Lyme-Impfstoff in der Warteschleife hängt, trägt der Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ die kommerzielle Last. Das ist jedoch kein komfortabler Rückhalt: In den USA hat Valneva die Zulassungsanträge im Januar freiwillig zurückgezogen, nachdem schwerwiegende Nebenwirkungen bei älteren Patienten gemeldet worden waren. Marktbeobachter haben US-Umsätze aus ihren Modellen gestrichen. In Brasilien läuft eine Pilotimpfkampagne mit bislang über 12.000 verabreichten Dosen. Die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026, die am 7. Mai veröffentlicht werden, dürften zeigen, wie viel kommerzielle Dynamik IXCHIQ — auch nach der europäischen Zulassung für Jugendliche im April 2025 — tatsächlich entfaltet.

Pfizer hält Kurs

Trotz rechtlichem Gegenwind bleibt Pfizer an Bord. Der US-Konzern plant, in der zweiten Jahreshälfte 2026 Zulassungsanträge einzureichen — in den USA eine Biologics License Application, in Europa eine Marketing Authorisation Application. An den finanziellen Anreizen hat sich nichts geändert: Bei Zulassung stehen Meilensteinzahlungen von 143 Millionen Dollar kurzfristig in Aussicht, Royalties zwischen 14 und 22 Prozent sowie weitere Meilensteine von bis zu 100 Millionen Dollar.

Ob Pfizers Zuversicht ausreicht, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen, wird sich spätestens am 7. Mai zeigen — wenn Valneva Quartalszahlen vorlegt und der Markt die kommerzielle Realität hinter den klinischen Versprechen bewertet.

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