Valneva Aktie: Kurs fällt auf 2,44 Euro, Tief in Reichweite

Valneva verliert seit Jahresbeginn über ein Drittel an Wert. Das Management setzt nun auf Investorengespräche, während die Aktie charttechnisch geschwächt bleibt.

Die Kernpunkte:
  • Kurs nahe 52-Wochen-Tief
  • Management plant vier Investorenkonferenzen
  • Restrukturierung mit Stellenabbau geplant
  • Lyme-Impfstoff VLA15 als Hoffnungsträger

Seit Jahresbeginn hat Valneva mehr als ein Drittel seines Börsenwerts verloren. Nun setzt das Management auf eine intensive Investorenansprache — während die Aktie technisch unter Druck bleibt und ein wichtiger Stützungsbereich in Reichweite rückt.

Charttechnisch auf dünnem Eis

Der Kurs notiert aktuell bei 2,44 Euro, rund 2,6 Prozent unter dem Vortagesschluss. Das 52-Wochen-Hoch von 5,16 Euro liegt mehr als 50 Prozent entfernt. Das 52-Wochen-Tief von 2,25 Euro ist dagegen nur noch knapp acht Prozent entfernt.

Beide gleitenden Durchschnitte zeigen klar nach unten. Der 50-Tage-Schnitt liegt bei 2,61 Euro, der 200-Tage-Schnitt bei 3,76 Euro — der aktuelle Kurs unterschreitet beide deutlich. Auffällig: Der RSI liegt bei 82,5. Das deutet auf eine überkaufte Situation hin, obwohl die Aktie fundamental weiter unter Druck steht.

Vier Konferenzen, ein Ziel

Um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen, plant das Management im Juni 2026 mehrere hochkarätige Auftritte. Geplant sind Teilnahmen an der Jefferies Global Healthcare Conference in New York, dem NECTM10-Medizinkongress in Belfast, dem Oddo BHF Nextcap Forum sowie der BNP Paribas SMID Cap Conference in Paris.

Im Mittelpunkt stehen zwei Themen: das Reiseimpfstoffgeschäft und der Lyme-Impfstoffkandidat VLA15. Dieser wurde gemeinsam mit Pfizer entwickelt und zeigte in Phase-3-Studien starke Wirksamkeitsdaten. Regulatorische Einreichungen stehen bevor.

Umbau läuft, Verluste bleiben

Die Zahlen für das erste Quartal 2026 sind ernüchternd. Der Umsatz fiel um 37 Prozent, der Nettoverlust lag bei 32,1 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr rechnen Analysten mit einem Verlust von rund 67 Millionen Euro bei einem Umsatz von etwa 152 Millionen Euro.

Das Unternehmen hat darauf reagiert. Ein Restrukturierungsplan sieht eine Kostensenkung von 25 bis 35 Prozent und einen Stellenabbau von 10 bis 15 Prozent vor. Die eigene Umsatzprognose für 2026 liegt bei 135 bis 150 Millionen Euro — leicht unter den Analystenerwartungen.

Ob die Roadshow den Kurs stabilisiert, hängt maßgeblich davon ab, wie überzeugend das Management den Zeitplan für VLA15 kommuniziert. Erste Eindrücke liefert die Jefferies-Konferenz in New York — sie ist der erste große Auftritt der Serie.

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