Valneva Aktie: Mehr Problemfelder?
Der französische Impfstoffentwickler Valneva stoppt nach schweren Sicherheitsbedenken endgültig alle Zulassungsverfahren für seinen Impfstoff in den USA. Die Aktie verzeichnet deutliche Verluste.

- Endgültiger Rückzug vom US-Markt nach FDA-Stopp
- Aktie verliert über neun Prozent an Wert
- Fokus verschiebt sich auf Borreliose-Impfstoff VLA15
- Charttechnisch deutliche Überverkauftheit signalisiert
Der französische Impfstoffentwickler zieht einen Schlussstrich unter seine US-Ambitionen für den Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ. Nach schwerwiegenden Sicherheitsbedenken gab das Unternehmen den dauerhaften Rückzug aus dem wichtigsten Pharmamarkt der Welt bekannt. Wie verkraftet die Aktie diesen strategischen Rückschlag und worauf müssen Anleger jetzt achten?
Die aktuelle Lage im Überblick:
* Permanenter Rückzug: Valneva stoppt alle Zulassungsanträge für IXCHIQ in den USA.
* Auslöser: Ein schwerwiegender medizinischer Zwischenfall und ein FDA-Stopp.
* Kursreaktion: Die Aktie verliert auf Wochensicht 9,12 Prozent an Wert.
Hintergründe der Entscheidung
Die Nachricht wiegt schwer: Am 19. Januar 2026 verkündete Valneva die permanente Einstellung der Zulassungsverfahren (BLA und IND) in den USA. Vorausgegangen war ein klinischer Stopp durch die US-Arzneimittelbehörde FDA, nachdem ein neuer, gravierender Vorfall gemeldet wurde.
Bei einem jüngeren Erwachsenen, der drei Impfstoffe gleichzeitig erhielt – darunter IXCHIQ –, trat ein schwerwiegendes unerwünschtes Ereignis auf. Valneva stuft einen Zusammenhang mit der Impfung als „plausibel“ ein, auch wenn die Kausalität medizinisch noch nicht abschließend geklärt ist. Das Management bestätigte gegenüber Medien, dass dieser Schritt endgültig sei. Selbst nach Abschluss laufender Studien ist keine Rückkehr auf den US-Markt geplant.
Charttechnik signalisiert Überverkauf
Die fundamentale Unsicherheit spiegelt sich deutlich im Kurs wider. Gestern schloss das Papier bei 3,99 Euro und fiel damit unter die psychologisch wichtige 4-Euro-Marke. Besonders auffällig ist der Relative-Stärke-Index (RSI), der mit einem Wert von 18,9 eine massive überverkaufte Situation anzeigt.
Der Abwärtstrend der letzten Tage hat das Chartbild eingetrübt. Der Kurs notiert aktuell unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 4,05 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 1,58 Prozent, wobei der Großteil der Verluste in der letzten Woche auflief.
Der Hoffnungsträger heißt VLA15
Mit dem Wegfall des US-Potenzials für IXCHIQ verlagert sich der Fokus der Investoren fast vollständig auf das verbleibende Zugpferd in der Pipeline: VLA15. Der Borreliose-Impfstoffkandidat, der in Partnerschaft mit dem Pharmariesen Pfizer entwickelt wird, befindet sich in der entscheidenden Phase.
Valneva zielt hier auf ein geschätztes Marktvolumen von über einer Milliarde Dollar ab. Allein in den USA leben 87 Millionen Menschen in betroffenen Gebieten. IXCHIQ bleibt derweil in anderen Regionen wie Europa und Kanada zugelassen, wo das Nutzen-Risiko-Profil für Reisende weiterhin positiv bewertet wird.
Die nächsten Wochen dürften entscheidend für die Bodenbildung der Aktie sein. Anleger blicken nun gespannt auf das erste Halbjahr 2026, in dem die Phase-3-Ergebnisse für den Borreliose-Impfstoff erwartet werden. Konkrete Zahlen zum vergangenen Geschäftsjahr liefert das Unternehmen am 18. März 2026.
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