Valneva Aktie: Morgen zählt der Ausblick
Valneva stellt Jahresergebnisse vor, doch der Fokus liegt auf dem Ausblick für 2026 und den erwarteten klinischen Daten zum Lyme-Impfstoff VLA15.

- Erwarteter Umsatzrückgang für 2026 bereits eingepreist
- Topline-Daten für Lyme-Impfstoff VLA15 in H1 2026 erwartet
- Solide Liquidität von rund 110 Millionen Euro
- Aktie zeigt sich technisch überverkauft
Nicht die Zahlen selbst stehen am Mittwoch im Mittelpunkt, wenn Valneva seine vollständigen Jahreszahlen 2025 vorlegt — die sind längst bekannt. Entscheidend wird, was das Management zum weiteren Weg sagt: Wie kommuniziert es den bevorstehenden Umsatzrückgang, und wann kommen die heiß erwarteten Daten zum Lyme-Impfstoff VLA15?
Was die Bilanz bereits verrät
Rund 174 Millionen Euro Gesamtumsatz und eine Liquidität von knapp 110 Millionen Euro — Valneva steht auf solider finanzieller Basis. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen Rückgang auf 155 bis 170 Millionen Euro, weil Vertriebsvereinbarungen mit Drittanbietern auslaufen. Diese Drittanbieter-Umsätze sanken bereits 2025 um 42 Prozent auf 19,2 Millionen Euro, der Effekt ist also weitgehend eingepreist. Das Kerngeschäft mit den drei zugelassenen Reiseimpfstoffen wächst stabil und federt den Rückgang ab.
Pipeline als eigentlicher Werttreiber
Die Bilanzvorlage dient damit vor allem als Bestandsaufnahme. Der Webcast beginnt um 15:00 Uhr MEZ und wird live auf der Unternehmenswebsite übertragen.
Marktbeobachter dürften den Business-Update deutlich aufmerksamer verfolgen als die Finanzkennzahlen. Im Zentrum steht VLA15, der Lyme-Borreliose-Impfstoffkandidat in Partnerschaft mit Pfizer, für den Phase-3-Topline-Daten in der ersten Jahreshälfte 2026 erwartet werden. Zusätzlich sind Daten zum Shigella-Kandidaten für das zweite Halbjahr geplant. Konkrete Aussagen zum Zeitplan dieser Datenpakete sowie zur Liquiditätsstrategie dürften die Reaktion des Marktes stärker beeinflussen als jede Zeile der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
Auf Aktionärsseite gab es zuletzt eine interne Neugewichtung: Bpifrance reduzierte seinen Anteil, während die Caisse des Dépôts zukaufte — der staatliche Einfluss bleibt, verteilt sich aber neu. Die Aktie hat seit ihrem Jahrestief im Juni 2025 stark zugelegt und notiert mit einem RSI von 15,5 deutlich im überverkauften Bereich, was auf kurzfristig erhöhte Schwankungsbereitschaft hindeutet. Ob der Mittwoch daran etwas ändert, hängt maßgeblich davon ab, wie klar das Management den Weg bis zu den VLA15-Daten skizziert.
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