Valneva Aktie: Nantes-Verkauf im September abgeschlossen
Valneva erwartet den Nantes-Verkauf im September, bestätigt trotz höherem Halbjahresverlust die Umsatzprognose und erhält Kaufempfehlungen.

- Nantes-Standort für 6,2 Millionen Euro
- Halbjahresverlust auf 63,3 Millionen Euro
- Jahresziele für Umsätze bekräftigt
- Analysten bestätigen positive Aktienbewertung
Mit dem heutigen Beginn des Septembers rückt für den Impfstoffspezialisten Valneva der geplante Abschluss einer wichtigen Immobilientransaktion näher. Das Unternehmen erwartet in diesem Monat den Vollzug des Verkaufs seines Standorts in Nantes an die Nantes Métropole.
Der Erlös von 6,2 Millionen Euro, über dessen bevorstehenden Abschluss am 24. August informiert wurde, ist ein fester Bestandteil der aktuellen Finanzstrategie. Während sich die operative Struktur wandelt, setzt das Management auf eine stabile Geschäftsentwicklung für das verbleibende Jahr.
Immobiliendeal als Teil der Finanzplanung
Die Veräußerung des Geländes in Nantes dient der Optimierung der betrieblichen Ressourcen. Dieser Schritt erfolgt in einer Phase, in der das Unternehmen seine Liquidität gezielt steuert. Parallel dazu treibt Valneva die Entwicklung seiner Produktpipeline voran, wobei insbesondere die Zusammenarbeit mit dem Partner Pfizer im Fokus steht.
Vor gut zwei Wochen validierte die Europäische Arzneimittel-Agentur den Zulassungsantrag für den gemeinsam entwickelten Impfstoffkandidaten gegen Lyme-Borreliose. Damit startete das offizielle wissenschaftliche Prüfungsverfahren, was als einer der zentralen regulatorischen Meilensteine für das Unternehmen gilt.
Bestätigte Jahresziele trotz Verlusten
Die finanzielle Bilanz für die erste Jahreshälfte 2026 war von hohen Investitionen geprägt. Der Nettoverlust weitete sich in diesem Zeitraum auf 63,3 Millionen Euro aus. Trotz dieses Ergebnisses hielt die Konzernführung bei der Vorlage der Zahlen vor gut zwei Wochen an ihrer Prognose für das Gesamtjahr fest.
Das Unternehmen kalkuliert weiterhin mit Produktumsätzen zwischen 135 Millionen Euro und 150 Millionen Euro. Für den Gesamtumsatz wird ein Niveau von 145 Millionen Euro bis 160 Millionen Euro angestrebt. Die Bestätigung dieser Ziele signalisiert eine stabile Erwartungshaltung für die Absatzmärkte der bereits zugelassenen Impfstoffe in den kommenden Monaten.
Experten sehen Potenzial für die Aktie
Analysten bewerten die Lage des Impfstoffherstellers nach den jüngsten Quartalszahlen weitgehend zuversichtlich. Die Experten von First Berlin Equity Research bekräftigten am 19. August ihre Kaufempfehlung für die Aktie. Zwar wurde das Kursziel geringfügig von 4,50 Euro auf 4,40 Euro angepasst, doch die grundsätzliche positive Einschätzung der Geschäftsentwicklung blieb bestehen.
Bereits am 11. August hatte TD Cowen die Beobachtung des Wertes neu aufgenommen. Die Analysten vergaben eine Kaufempfehlung und riefen ein Kursziel von 12,00 US-Dollar aus. Medienberichten zufolge passten zudem weitere Analysehäuser ihre Prognosen für den erwarteten Verlust je Aktie im dritten Quartal 2026 an.
An der Börse zeigte sich das Papier zuletzt stabilisiert, auch wenn die langfristige Performance Herausforderungen spiegelt. Der Schlusskurs lag am gestrigen Montag bei 2,65 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie damit ein Minus von 29 %.
Positiv werten Marktteilnehmer jedoch den Abstand zum 52-Wochen-Tief: Der aktuelle Kurs notiert 30 % über dem im Juli markierten Jahrestief von 2,03 Euro. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens beläuft sich derzeit auf rund 530,25 Millionen Euro.
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