Valneva Aktie: Nettoverlust verdreifacht auf 32,1 Millionen

Valneva reagiert mit Sparprogramm auf Umsatzrückgang und hohen Nettoverlust. Die Aktie verliert weiter an Wert.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz sinkt um 37 Prozent
  • Nettoverlust steigt auf 32 Millionen
  • Stellenabbau von 15 Prozent geplant
  • Borreliose-Impfstoff als Hoffnungsträger

Valneva zieht die Notbremse. Der französische Impfstoffhersteller reagiert auf einen drastischen Gewinneinbruch im ersten Quartal. Das Management streicht weltweit Stellen und senkt die Jahresprognose. An der Börse spiegelt sich die Krise wider. Seit Jahresanfang hat die Aktie rund ein Drittel ihres Wertes verloren.

Reisemüdigkeit belastet das Geschäft

Zwischen Januar und März schrumpfte der Umsatz um 37 Prozent auf 30,9 Millionen Euro. Der Grund dafür liegt im Reisemarkt. Geopolitische Spannungen dämpfen die Nachfrage nach Reiseimpfungen. Parallel dazu fuhr Valneva den Vertrieb von Fremdprodukten gezielt zurück.

Bei den eigenen Produkten dominierte der Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis mit Einnahmen von gut 20 Millionen Euro. Das Cholera-Vakzin brachte 8,6 Millionen Euro ein.

Einmalige Kosten für Vertragsauflösungen rissen ein tiefes Loch in die Bilanz. Der Nettoverlust verdreifachte sich nahezu auf 32,1 Millionen Euro. Die Folge: ein hartes Sparprogramm.

Stellenabbau und frisches Kapital

Valneva streicht bis zu 15 Prozent der weltweiten Arbeitsplätze. Diese Restrukturierung soll die Barreserven schonen und die Betriebskosten senken. Für das Gesamtjahr kappt das Management die Prognose. Die erwarteten Produktverkäufe sinken auf eine Spanne von 135 bis 150 Millionen Euro.

Finanziell steht der Konzern vorerst stabil da. Ende März lagen rund 105 Millionen Euro auf den Konten. Anfang Mai sicherte sich Valneva durch eine Kapitalerhöhung weitere 84 Millionen Euro.

An der Börse bleibt die Lage angespannt. Mit einem aktuellen Kurs von 2,55 Euro notiert das Papier weit unter dem langfristigen 200-Tage-Durchschnitt. Der Abstand beträgt mehr als 34 Prozent.

Die langfristige Perspektive hängt nun an einem zentralen Projekt. Gemeinsam mit Pfizer entwickelt Valneva einen Impfstoff gegen Borreliose. Jüngste Daten der Phase-3-Studie zeigten eine Wirksamkeit von über 70 Prozent. In den kommenden Monaten planen die Partner die Zulassungsanträge. Dieser Schritt entscheidet über die kommerzielle Zukunft des Unternehmens.

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