Valneva Aktie: VLA15 in Phase-3-Studien

Valneva senkt Umsatzprognose, Aktie verliert über 40 Prozent. Technische Indikatoren zeigen keine klare Erholung, während die Impfstoff-Pipeline Hoffnung gibt.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzerwartung für 2026 gesenkt
  • Aktie notiert unter 200-Tage-Durchschnitt
  • Kurze Erholung ohne Trendwende
  • Impfstoff-Pipeline als Hoffnungsträger

Seit Jahresbeginn hat die Valneva-Aktie mehr als 40 Prozent ihres Werts verloren. Der Impfstoffspezialist kämpft mit sinkenden Kurszielen, gesenkten Umsatzprognosen und einer Chartlage, die wenig Spielraum lässt.

Prognose-Senkung belastet den Kurs

Im Mai 2026 korrigierte Valneva seine Umsatzerwartung für das laufende Jahr auf 135 bis 150 Millionen Euro. Das reichte aus, um den ohnehin schwachen Kurs weiter unter Druck zu setzen. Seither notiert die Aktie bei 2,25 Euro — weit unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts von 3,57 Euro.

Der RSI liegt bei 38,4. Das signalisiert weder überkaufte noch überverkaufte Bedingungen — technisch gesehen ein neutrales Bild ohne klare Richtung.

Kurze Erholung, fragile Basis

Ende Juni legte die Aktie zeitweise rund drei Prozent zu und übertraf damit den breiten SBF-120-Index. Eine echte Trendwende war das nicht. Die Aktie hatte zuvor die Unterstützungszone um 2,21 Euro unterschritten — ein technisches Warnsignal.

Das 52-Wochen-Hoch von 5,16 Euro liegt inzwischen mehr als 56 Prozent entfernt. Vom Jahrestief bei 2,13 Euro trennen den Kurs nur wenige Cent.

Pipeline als einziger Lichtblick

Valneva entwickelt weiterhin Impfstoffkandidaten gegen Krankheiten mit hohem medizinischen Bedarf. Der Lyme-Borreliose-Impfstoff VLA15 befindet sich in Phase-3-Studien — gemeinsam mit Pfizer. Hinzu kommen Kandidaten gegen Shigella und Zika.

Ob diese Pipeline den Kurs stabilisieren kann, hängt maßgeblich von Studiendaten und der Fähigkeit ab, die gesenkten Umsatzziele tatsächlich zu erreichen. Gelingt das nicht, bleibt der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt das prägnanteste Bild dieser Aktie.

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