Valneva: Q1-Zahlen am 7. Mai erwartet

Vor den Quartalszahlen am 7. Mai sind Analysten uneins: Drei Kaufempfehlungen stehen einer Verkaufsvorgabe gegenüber. Die Pipeline mit dem Lyme-Impfstoff VLA15 bleibt der entscheidende Faktor.

Die Kernpunkte:
  • Drei Analysten raten zum Kauf
  • Goldman Sachs stuft auf Verkauf herab
  • Q1-Umsatzprognose über Markterwartung
  • Lyme-Impfstoff als Kurstreiber

Seit Jahresbeginn hat die Valneva-Aktie fast 38 Prozent verloren. Das 52-Wochen-Hoch liegt mehr als 53 Prozent entfernt. Und trotzdem empfehlen drei von fünf Analysten den Kauf. Ein Widerspruch — der sich erst mit Blick auf die Pipeline auflöst.

Gespaltenes Bild auf dem Analystenparkett

Guggenheim hat sein Kursziel zuletzt von 13 auf 11 US-Dollar gesenkt, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Jefferies bleibt ebenfalls bei „Buy“ mit einem Ziel von 15 Dollar — gestützt auf die Phase-3-Daten zum Lyme-Impfstoff. Goldman Sachs sieht das anders: Die Bank stufte die Aktie auf „Sell“ herab und senkte das Kursziel auf 2,15 Euro. Damit liegt Goldmans Ziel nahe am aktuellen Kurs von rund 2,40 Euro.

Der Konsens lautet formal „Hold“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von knapp 12 Dollar. Angesichts des aktuellen Kursniveaus impliziert das erhebliches Aufwärtspotenzial — sofern die Pipeline liefert.

Was Guggenheim für Q1 erwartet

Am 7. Mai veröffentlicht Valneva seine Zahlen für das erste Quartal 2026. Guggenheim rechnet mit einem Gesamtumsatz von 49,1 Millionen Euro — deutlich über dem Marktkonsens von 45,1 Millionen Euro. Den größten Anteil soll Ixiaro beisteuern, der Reiseimpfstoff gegen Japanische Enzephalitis. Dukoral, das Cholera-Vakzin, soll 12,5 Millionen Euro beisteuern.

Beim operativen Verlust erwartet Guggenheim 6,8 Millionen Euro — besser als die vom Markt erwarteten 8,9 Millionen Euro. Auch beim Verlust je Aktie liegt die Schätzung mit 0,05 Euro unter dem Konsens von 0,07 Euro. Ein moderat besseres Quartal würde zumindest kurzfristig Druck von der Aktie nehmen.

Pipeline als eigentlicher Kursmotor

Das Reiseimpfstoffgeschäft stabilisiert den Konzern. Den eigentlichen Hebel für eine Neubewertung liefert jedoch der Lyme-Impfstoff VLA15 — entwickelt gemeinsam mit Pfizer. Zulassungsanträge in den USA und Europa sind noch für dieses Jahr geplant. Bei Genehmigung winken Meilensteinzahlungen von 143 Millionen Dollar in naher Zukunft sowie Lizenzgebühren zwischen 14 und 22 Prozent. Weitere 100 Millionen Dollar sind an spätere Meilensteine geknüpft.

Für 2025 meldete Valneva einen Gesamtumsatz von 174,7 Millionen Euro — im Rahmen der eigenen Prognose. Der Nettoverlust von 115,2 Millionen Euro erklärt sich vor allem durch das Fehlen eines einmaligen Erlöses aus dem Vorjahr. Für 2026 erwartet das Unternehmen Erlöse zwischen 155 und 170 Millionen Euro. Das Auslaufen von Drittpartnerverträgen belastet dabei das Wachstum der etablierten Marken.

Die Quartalszahlen am 7. Mai werden zeigen, ob das Reiseimpfstoffgeschäft die Erwartungen übertrifft — und ob Valneva genug Rückenwind hat, um die Lyme-Zulassung finanziell zu überbrücken.

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