Valneva: Wall Street Zen senkt auf Strong Sell
Nach gescheiterter Impfstoffstudie und Kurseinbruch ermittelt eine US-Kanzlei gegen Valneva. Analysten senken die Aktienbewertung.

- US-Kanzlei untersucht möglichen Wertpapierbetrug
- Goldman Sachs stuft auf „Verkaufen“ herab
- Aktie erreicht neues 52-Wochen-Tief
- Quartalszahlen am 7. Mai erwartet
Nach einem gescheiterten Phase-3-Trial und einem Kurseinbruch von fast 40 Prozent an einem einzigen Tag im März häufen sich bei Valneva die Probleme. Nun kommt eine Wertpapierklage hinzu.
Ermittlung wegen möglichem Wertpapierbetrug
Die US-Kanzlei Pomerantz LLP hat am 26. April angekündigt, Valneva SE wegen möglichem Wertpapierbetrug und unlauteren Geschäftspraktiken zu untersuchen — eine erste ähnliche Ankündigung hatte die Kanzlei bereits am 16. April gemacht. Im Zentrum steht die Meldung vom 23. März, als Valneva und Pfizer die Ergebnisse des Phase-3-Trials VALOR für den Lyme-Borreliose-Impfstoff VLA15 veröffentlichten.
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Das Ergebnis war ernüchternd: Der Impfstoff verfehlte seinen primären Endpunkt, weil die Krankheitsfälle in der Studiengruppe zu selten auftraten. Obwohl beide Unternehmen die Daten zunächst als positiv einordneten, reagierte der Markt scharf. Die Valneva-ADRs brachen an jenem Tag um 37 Prozent ein.
Goldman Sachs senkt auf „Sell“
Die Stimmung unter Analysten hat sich seitdem weiter verschlechtert. Goldman Sachs stufte die Aktie am 22. April von „Neutral“ auf „Sell“ herunter und kappte das Kursziel auf 2,15 Euro — zuvor waren es 3,25 Euro. Wall Street Zen folgte am 25. April mit einem „Strong Sell“-Rating.
Einen Gegenpol setzt Guggenheim: Die Bank hält an einem Kursziel von 11,00 Dollar fest, ohne dieses zuletzt zu revidieren. Das breite Analysten-Konsensus-Rating ist inzwischen auf „Hold“ abgerutscht, mit klar nach unten gerichteter Tendenz bei den Kurszielen.
Aktie auf 52-Wochen-Tief
An der Euronext Paris notiert die Aktie aktuell bei 2,34 Euro — exakt auf dem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 39 Prozent verloren, der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt über 40 Prozent. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei über 108 Prozent — ein Wert, der die außerordentliche Unsicherheit rund um das Unternehmen widerspiegelt.
Technisch ist das Bild eindeutig negativ: Sowohl der 50- als auch der 200-Tage-Durchschnitt liegen deutlich über dem aktuellen Kurs und markieren erheblichen Widerstand nach oben.
Was jetzt kommt
Am 7. Mai legt Valneva seine Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Investoren werden dabei vor allem auf Kommentare zum Umsatzausblick achten: Das Unternehmen rechnet für das Gesamtjahr mit Erlösen zwischen 155 und 170 Millionen Euro — eine Prognose, die bereits den schrittweisen Rückzug aus dem Drittvertrieb einpreist. Ferner steht am 21. Mai eine Teilnahme an der Bernstein European Small & Mid-Cap Conference in Nizza auf dem Programm. Ob das Management dort eine überzeugende Antwort auf die Frage nach der Zukunft von VLA15 liefern kann, dürfte maßgeblich beeinflussen, wie sich der Kurs in den kommenden Wochen entwickelt.
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