VanEck BDC Income ETF: 9,2% Ausfallrate 2025

Steigende Kreditausfälle und strengere SEC-Regeln belasten den Private-Credit-Markt. Die hohe Rendite des VanEck-ETF steht zunehmend unter Druck.

Die Kernpunkte:
  • Ausfallrate im Kreditmarkt steigt auf 9,2 Prozent
  • Zinssenkungen schmälern variable Kuponerträge
  • SEC verschärft Kontrolle bei Liquidität und Bewertung
  • Abschreibungen übertreffen teils Pandemie-Niveau

Der VanEck BDC Income ETF wirbt mit hoher laufender Ausschüttung. Gleichzeitig rückt das Umfeld für Kreditfonds spürbar näher an die Schwachstelle ihrer Geschäftsmodelle heran. Steigende Ausfälle, sinkende Bewertungen und strengere Regulierung setzen den Markt für Business Development Companies unter Druck.

Hohe Rendite, höheres Risiko

Der ETF kommt auf eine Trailing-Twelve-Month-Rendite von 13,1 Prozent und verwaltet rund 1,6 Milliarden US-Dollar. Damit bietet er einen direkten Zugang zu einem Segment, das von laufenden Erträgen lebt. Genau dort kippt die Stimmung gerade.

Im US-Private-Credit-Markt lag die Ausfallrate 2025 bei 9,2 Prozent. Das ist ein klares Warnsignal für die Qualität vieler Darlehen. Hinzu kommt: Zinssenkungen der US-Notenbank drücken die variablen Kupons und damit die Ertragsbasis vieler Kreditgeber.

Druck auf Bewertungen

Parallel dazu melden mehrere größere BDCs niedrigere Fair-Value-zu-Kosten-Verhältnisse. Einige Marktteilnehmer haben ihre Kreditpositionen bereits nach unten angepasst. Vereinzelt fielen Abschreibungen sogar höher aus als während der Pandemie.

Das trifft einen ETF wie den von VanEck direkt über die enthaltenen Titel. Er bündelt zwar viele Kreditgeber und verteilt damit Einzeltitelrisiken. Die grundlegende Abhängigkeit vom Zustand der Portfoliounternehmen bleibt aber bestehen.

Im direkten Vergleich wirkt die Ausschüttung weiterhin hoch. Der Global X Alternative Income ETF kommt auf 7,3 Prozent, der Invesco Global Listed Private Equity ETF auf 6,4 Prozent. Einzelwerte wie Ares Capital mit 10,0 Prozent oder Golub Capital BDC mit 10,9 Prozent zeigen jedoch, wie stark die Renditen innerhalb des Segments auseinanderlaufen.

Mehr Kontrolle von der SEC

Die US-Börsenaufsicht SEC schaut genauer auf den privaten Kreditmarkt. Im Fokus stehen Liquiditätsrisiken, Bewertungsfragen bei illiquiden Anlagen und mögliche Interessenkonflikte bei der Kreditvergabe. Für BDC-fokussierte Produkte heißt das: Die Stabilität der Kreditverwalter zählt mehr als nur die Höhe der Ausschüttung.

Der Markt selbst bleibt groß. Prognosen sehen den gesamten Sektor bis 2030 bei bis zu 4,5 Billionen US-Dollar. Genau das macht den VanEck-Fonds interessant. Er bleibt ein liquider Zugang zu einem wachsenden Markt, aber einer, in dem die Belastungsfaktoren gerade sichtbarer werden.

Am Ende hängt die Entwicklung des ETFs vor allem daran, ob sich Ausfälle und Bewertungsdruck im Private-Credit-Segment wieder beruhigen. Bleiben die Kreditstandards schwach und die Zinsen unter Druck, dürfte die hohe Ausschüttung schwerer zu halten sein als in ruhigeren Marktphasen.

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