VanEck Dividend Leaders: 15 Prozent YTD, 0,9% unter 52w-Hoch

Der VanEck-ETF begrenzte Verluste, legte seit Jahresbeginn 15 Prozent zu und nähert sich seinem 52-Wochen-Hoch bei 55,47 Euro.

Die Kernpunkte:
  • Downside-Capture-Ratio von 56,97 Prozent
  • Volatilität des Fonds bei 14,24 Prozent
  • ETF seit Jahresbeginn 15 Prozent höher
  • 9,42 Milliarden Euro Fondsvermögen

Dividenden-ETFs erleben eine späte Aufwertung als Depotbaustein. Morningstar hob in einer Kundennotiz vom 20. August hervor, dass ausschüttungsstarke Fonds Anlegern dabei helfen können, sich von stark gelaufenen Large-Cap-Wachstumswerten zu diversifizieren, die vom Boom der künstlichen Intelligenz getrieben wurden. Der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF profitiert von genau diesem Narrativ.

Geringere Verlustanfälligkeit als Verkaufsargument

Eine Auswertung von Fund Selector Asia stellte den Fonds unter die globalen Aktienfonds mit den niedrigsten Downside-Capture-Ratios der vergangenen sechs Monate.

Der ETF verzeichnete demnach eine Downside-Capture-Quote von 56,97 Prozent bei einer Volatilität von 14,24 Prozent. Das bedeutet: In Verlustphasen des Gesamtmarktes gab der Fonds deutlich weniger nach, als es sein Beta hätte erwarten lassen – ein Argument, das in Zeiten hoher Bewertungen bei Technologiewerten an Gewicht gewinnt.

Diese defensive Positionierung passt zur Portfoliostruktur. Nach der jüngsten Aktualisierung der Top-10-Positionen führen Verizon Communications mit 4,89 Prozent sowie HSBC Holdings mit 4,54 Prozent die Gewichtung an, gefolgt von Pfizer, Nestlé und Shell.

Der Fonds setzt damit auf etablierte, dividendenstarke Unternehmen aus Telekommunikation, Finanzwesen, Pharma, Konsumgütern und Energie – Sektoren, die klassischerweise als Substanzwerte mit stabilen Ausschüttungen gelten.

Kurs nähert sich altem Rekordniveau

Am Markt spiegelt sich das gestiegene Anlegerinteresse bereits wider. Der ETF schloss am Freitag bei 55,47 Euro und liegt damit nur noch 0,9 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Plus auf 15 Prozent – eine Entwicklung, die die These stützt, dass defensive Dividendenstrategien im laufenden Jahr auch ohne den Rückenwind der großen Technologiewerte reüssieren können.

Die Kombination aus geringer Verlustanfälligkeit in schwachen Marktphasen und einer soliden Kursentwicklung in der laufenden Rally macht den Fonds für Anleger interessant, die Diversifikation suchen, ohne auf Renditechancen zu verzichten.

Für die zugrundeliegende Strategie spricht zudem, dass Morningstar dem Produkt erst kürzlich eine quantitativ abgeleitete Silber-Bewertung zugesprochen hatte – ein Hinweis auf einen als überzeugend eingestuften Investmentprozess.

Mit einem verwalteten Vermögen von 9,42 Milliarden Euro zählt der ETF zu den größeren Vertretern seiner Kategorie in Europa. Die zehn größten Positionen machen zusammen 34,92 Prozent des Portfolios aus – eine Konzentration, die einerseits von der Qualität der ausgewählten Dividendenzahler zeugt, andererseits Klumpenrisiken in einzelnen Titeln wie Verizon oder HSBC nicht ausschließt.

Für Anleger, die auf der Suche nach einem Gegengewicht zu wachstumslastigen Portfolios sind, bleibt der Fonds angesichts seiner defensiven Kennzahlen und der jüngsten Kursstärke ein Kandidat mit Substanz.

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