VanEck Dividend Leaders: 17,2 Mrd Dollar Abfluss

Schwache US-Arbeitsmarktdaten und milliardenschwere Abflüsse aus Tech-Fonds beflügeln den VanEck Dividenden-ETF. Experten sehen Potenzial in Value-Strategien.

Die Kernpunkte:
  • 17,2 Milliarden Dollar Abfluss aus US-Aktien
  • US-Jobwachstum enttäuscht mit 57.000 Stellen
  • Zinspause im Juli wird immer wahrscheinlicher
  • Dividenden-ETF mit neun Prozent Jahresplus

Die Tech-Rally schwächelt, Dividendenwerte rücken nach. In der vergangenen Woche zogen Anleger 17,2 Milliarden US-Dollar aus US-Aktienfonds ab. Das ist der stärkste Kapitalabfluss seit März. Parallel dazu sammelten globale Aktienfonds 10,4 Milliarden Dollar ein. Der VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF profitiert von dieser massiven Rotation.

US-Arbeitsmarkt kühlt ab

Ein schwacher US-Arbeitsmarkt befeuert den Trend. Im Juni entstanden außerhalb der Landwirtschaft nur 57.000 neue Stellen. Analysten hatten mit 110.000 gerechnet. Obendrein revidierten die Behörden die Vormonate um 74.000 Jobs nach unten.

Die Folge: Die Zinserwartungen verschieben sich. Das FedWatch-Tool der CME taxiert die Wahrscheinlichkeit für eine Zinspause im Juli auf 75,6 Prozent. Ein Zinsschritt im September gilt nur noch als halb so wahrscheinlich wie zuvor.

Das makroökonomische Umfeld schwächt den Dollar und treibt globale Indizes an. Der europäische STOXX-Index markierte mit 653 Punkten ein neues Rekordhoch. Eine aktuelle Vanguard-Studie stützt diese Umschichtung.

KI-Gewinne abseits der Tech-Riesen

Die Untersuchung zeigt: Langfristige Gewinne durch Künstliche Intelligenz fließen nicht zwingend an die großen Tech-Konzerne. Stattdessen profitieren internationale Unternehmen mit soliden Dividenden. Analysten von JPMorgan warnen derweil vor hohen Klumpenrisiken bei den US-Technologieriesen.

Der ETF spürt diesen Rückenwind deutlich. Am Freitag schloss der Fonds bei 52,66 Euro. Ein minimaler Tagesrückgang von 0,21 Prozent trübt das Bild kaum. Auf Wochensicht bleibt ein Plus von 1,31 Prozent.

Seit Jahresbeginn verbucht der ETF einen Wertzuwachs von rund neun Prozent. Vom letzten Rekordhoch bei 54,48 Euro trennen den Fonds nur noch drei Prozent. Hält die Abkühlung der US-Wirtschaft an, bietet dieses Niveau eine solide Basis für weitere Zuflüsse in Dividendenstrategien.

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