VanEck Dividend Leaders: Exxon-Kürzung am 22. Juni
Der VanEck Dividend Leaders ETF reduziert seinen ExxonMobil-Anteil automatisch auf fünf Prozent. Verizon übernimmt die Spitzenposition im Portfolio.

- ExxonMobil-Anteil automatisch gekappt
- Verizon wird neuer Spitzenreiter
- ETF verwaltet 8,1 Milliarden Euro
- Jährliche Rendite von 17,9 Prozent
Beim VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders ETF greifen die Regeln hart durch. Das halbjährliche Rebalancing formt die Spitze des Portfolios komplett neu. Ein Schwergewicht war zu dominant geworden.
Der Ölkonzern ExxonMobil hatte die festgeschriebene Obergrenze von fünf Prozent durchbrochen. Sein Anteil lag zuletzt bei 5,69 Prozent. Der Mechanismus griff am 22. Juni automatisch ein. Das System stutzte die Position auf das erlaubte Maximum zurück. Kein Fondsmanager mischte sich ein. Das Regelwerk entschied.
Neuer Spitzenreiter ist nun Verizon Communications mit 4,64 Prozent. Dahinter reihen sich TotalEnergies und Nestlé ein. Anleger reagieren gelassen auf die Umschichtung. Der ETF notiert aktuell bei 52,03 Euro. Auf Jahressicht steht ein sattes Plus von knapp 24 Prozent auf der Anzeigetafel.
Strenge Regeln für Dividenden-Riesen
Der Fonds gewichtet Aktien nicht nach ihrem Börsenwert. Die Konstruktion folgt der absoluten Summe der ausgeschütteten Dividenden. Ein strenger Filter sortiert die Kandidaten vor. Unternehmen müssen in den vergangenen zwölf Monaten verlässlich gezahlt haben. Die Ausschüttung darf zudem nicht niedriger sein als vor fünf Jahren.
Die Sektorverteilung bleibt stark konzentriert. Finanzwerte machen 31 Prozent des Portfolios aus. Der Energiesektor steuert weitere 20 Prozent bei. Beide Branchen profitieren tendenziell von höheren Zinsen. Diese Ausrichtung zieht massiv Kapital an. Das verwaltete Vermögen kletterte auf 8,1 Milliarden Euro.
Geringe Kosten, neue Schwester
Mit einer jährlichen Gebühr von 0,38 Prozent agiert der ETF sehr günstig. Der Durchschnitt in dieser Anlageklasse liegt bei über einem Prozent. Das zahlt sich aus. Über fünf Jahre lieferte der Fonds eine jährliche Rendite von 17,9 Prozent. Damit schlägt er seine Vergleichsgruppe deutlich.
VanEck hat im April auf regulatorische Hürden reagiert. Der Anbieter legte den Schwesterfonds TDVX auf. Dieser nutzt die gleiche Methodik. Er schließt allerdings US-Aktien aus und reinvestiert die Erträge automatisch. Der Hauptfonds ist in den Niederlanden beheimatet. Das verhindert dort eine Umstellung auf thesaurierende Anteile.
Einkommensinvestoren blicken nun auf den Herbst. Die nächste Ausschüttung steht im September an. Zuletzt erhielten Anleger am 10. Juni eine Dividende von 0,81 Euro je Anteil. Der ETF hält damit seine makellose Serie. Er hat in den vergangenen zehn Jahren jedes Jahr verlässlich gezahlt.
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