VanEck Dividend Leaders: HSBC und Pfizer übertreffen Erwartungen
HSBC und Pfizer übertreffen Erwartungen und treiben den VanEck Dividend Leaders ETF nahe an sein Rekordhoch. Der Fonds verzeichnet ein Jahresplus von 28,3 Prozent.

- HSBC steigert Gewinn um 23 Prozent
- Pfizer hebt Umsatzprognose an
- ETF nahe 52-Wochen-Hoch
- Ausschüttung von 0,81 Euro je Anteil
Zwei Bankgeschäfte und Pillen treiben einen Dividenden-ETF fast auf Rekordniveau. HSBC und Pfizer zählen zu den größten Positionen im VanEck Morningstar Developed Markets Dividend Leaders UCITS ETF. Beide legten am Dienstag Quartalszahlen vor — und beide lieferten mehr als erwartet.
Der Fonds notiert bei 55,20 Euro. Das liegt nur 0,83 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 55,66 Euro, erreicht erst am 4. August. Auf Jahressicht steht ein Plus von 28,30 Prozent zu Buche.
HSBC steigert Gewinn zweistellig
HSBC Holdings meldete für das erste Halbjahr 2026 einen Vorsteuergewinn von 19,5 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg von 23 Prozent. Höhere Nettozinserträge und Gebühreneinnahmen trieben das Ergebnis, gestiegene Kreditausfälle und Betriebskosten bremsten es leicht.
Der Umsatz kletterte um 11 Prozent auf 37,7 Milliarden US-Dollar. Die Rendite auf das durchschnittliche materielle Eigenkapital lag bei 18,2 Prozent. Der Vorstand genehmigte zusätzlich eine zweite Zwischendividende von 0,10 US-Dollar je Aktie sowie ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu einer Milliarde US-Dollar, das bis zum dritten Quartal 2026 laufen soll.
Ein Wermutstropfen bleibt: Die harte Kernkapitalquote sank um 0,8 Prozentpunkte auf 14,1 Prozent. Grund ist unter anderem die Privatisierung der Hang Seng Bank. Konzernchef Georges Elhedery erklärte laut Unternehmensangaben, man setze die strategischen Prioritäten „mit Tempo, Präzision und Disziplin“ um.
Pfizer schraubt Prognose nach oben
Auch Pfizer übertraf die Erwartungen. Der Umsatz im zweiten Quartal 2026 stieg um 381 Millionen US-Dollar auf 15,0 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Konzern hob seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr um 500 Millionen US-Dollar am Mittelwert an.
Die Prognose für das bereinigte Ergebnis je Aktie bleibt unverändert. CEO Albert Bourla sprach laut Unternehmensmitteilung von einem starken Quartal: Die eigenen und zugekauften Produkte liefen gut, das Adipositas-Programm gewinne spürbar an Fahrt, das Onkologie-Portfolio bleibe eine Stärke des Konzerns.
Breite Streuung als Fundament
Der ETF bildet Unternehmen ab, die über Jahre verlässlich Dividenden zahlen. Nur Aktien aus entwickelten Märkten kommen infrage, zusätzlich filtert der Fonds nach ESG-Kriterien. Mit einer Gesamtkostenquote von 0,38 Prozent pro Jahr zählt das Produkt zu den etablierten globalen Dividenden-ETFs in Europa.
Die letzte Ausschüttung erfolgte zum 10. Juni 2026 mit 0,81 Euro je Anteil. Das entspricht einer Forward-Dividendenrendite von 5,89 Prozent. Anleger profitieren damit sowohl von der Kursentwicklung als auch von laufenden Erträgen aus einem breit gestreuten Portfolio globaler Dividendenzahler.
Im Vergleich zu Konkurrenzprodukten wie dem Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield ETF oder dem iShares STOXX Global Select Dividend 100 setzt VanEck auf eine Kombination aus Qualitätsscreening und breiter Sektorstreuung. Finanzwerte und Gesundheitstitel bilden aktuell die größten Branchengewichte im Fonds — beide Sektoren lieferten mit HSBC und Pfizer in dieser Woche den Beweis, warum diese Ausrichtung aufgeht.
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