VanEck Gold Miners ETF: 164,8 Mio. USD Wochenzuflüsse

Nach starken Abflüssen im September erhielt der Fonds wöchentlich neues Kapital; schwächere US-Jobdaten stützten zuletzt den Goldpreis.

Die Kernpunkte:
  • Wöchentliche Nettozuflüsse von 164,8 Millionen Dollar
  • Am Handelstag flossen 43,4 Millionen Dollar ab
  • September brachte Gold mehr als sechs Prozent Minus
  • Schwache US-Jobdaten entlasteten den Goldpreis

Anleger am Goldmarkt zeigen nach einer Phase deutlicher Skepsis wieder verstärktes Interesse am VanEck Gold Miners ETF. In der gestern zu Ende gegangenen Woche verbuchte der börsengehandelte Fonds, der die Entwicklung führender Goldminenunternehmen abbildet, Nettozuflüsse in Höhe von 164,8 Millionen US-Dollar.

Dieser Stimmungsumschwung folgt auf eine Phase massiver Mittelabzüge im Vormonat, als beispielsweise am 21. September ein wöchentliches Minus von 291,2 Millionen US-Dollar zu verzeichnen war.

Reversal der Mittelströme bei den Minenwerten

Die jüngsten Daten signalisieren eine vorsichtige Stabilisierung der Anlegerstimmung, wenngleich die kurzfristige Volatilität hoch bleibt. Während auf Wochensicht ein deutliches Plus bei den Zuflüssen steht, flossen am gestrigen Handelstag per saldo 43,4 Millionen US-Dollar aus dem ETF ab. Diese Schwankungen spiegeln die unsichere Gemengelage am Rohstoffmarkt wider, in der Goldminenaktien zuletzt stark unter Druck standen.

Noch am Montag hatten rückläufige Goldpreise die Kurse der Minenbetreiber belastet. Laut Reuters waren ein erstarkender US-Dollar, Sorgen über die Inflation aufgrund steigender Ölpreise sowie höhere Renditen von Staatsanleihen die Hauptgründe für den Verkaufsdruck.

Die Erwartung weiterer Zinsschritte durch die US-Notenbank Federal Reserve hatte die Attraktivität von Goldanlagen in den vergangenen Wochen gedämpft. Im gesamten September verzeichnete das Edelmetall einen Rückgang von mehr als 6 Prozent.

Arbeitsmarktdaten sorgen für leichte Entspannung

Eine leichte Trendwende setzte gestern ein, nachdem schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten für September veröffentlicht wurden. Diese Entwicklung dämpfte laut Medienberichten die Sorgen vor einer weiteren Zinserhöhung der US-Notenbank im Oktober. In der Folge konnte sich der Goldpreis etwas erholen.

Dennoch bleiben die Rahmenbedingungen für den Sektor herausfordernd: Ein robuster US-Dollar und die weiterhin hohen Renditen für Staatsanleihen wirken als Gegenwind für die Goldnotierungen und damit indirekt auch für die Bewertung der im VanEck Gold Miners ETF enthaltenen Unternehmen.

Bereits am Donnerstag und Mittwoch hatten Inflationsdaten für Bewegung gesorgt. Obwohl die Teuerungsraten niedriger als befürchtet ausfielen, kam es zur Wochenmitte zunächst zu Kursverlusten bei Gold. Reuters machte hierfür den Druck auf den Anleihenmarkt durch höhere Energiepreise verantwortlich. Erst die schwächeren Jobdaten vom Freitag brachten eine spürbare Entlastung für das Edelmetall.

Für Anleger des ausschüttenden VanEck Gold Miners ETF bleibt die globale Zinspolitik der wichtigste Faktor. Da die US-Notenbank die Leitzinsen vor rund zwei Wochen bereits angehoben hatte, richtet sich der Blick nun verstärkt darauf, ob die US-Wirtschaft ausreichend abkühlt, um den Zinshöhepunkt zu erreichen.

Die Stabilisierung der Mittelzuflüsse deutet darauf hin, dass erste Investoren das aktuelle Niveau für einen Wiedereinstieg nutzen, nachdem der Sektor durch den US-Arbeitsmarktbericht vor gut drei Wochen und geopolitische Spannungen vor rund einem Monat bereits deutlich korrigiert hatte.

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