VanEck Gold Miners ETF: Agnico Eagle 9,8 Prozent Gewichtung

Der VanEck Gold Miners ETF fällt um 2,6 Prozent, während Analysten den langfristigen Trend dank eines MACD-Kaufsignals als intakt bewerten.

Die Kernpunkte:
  • GDX verliert 2,6 Prozent
  • Goldpreis auf Zweimonatstief
  • MACD zeigt Kaufsignal an
  • Zentralbanken kaufen weiter Gold

Der Goldpreis fiel am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit zwei Monaten. Der VanEck Gold Miners ETF (GDX) gab daraufhin um 2,6 Prozent auf 85,76 USD nach. Damit setzt sich die Korrektur fort – erst im März hatte der ETF mit 117,18 USD ein Rekordhoch markiert.

Ein festerer US-Dollar und die Aussicht auf länger hohe Zinsen machten Gold als unverzinstes Asset unattraktiv. Spot-Gold notierte bei rund 4.440 USD je Unze. Der GDX reagierte empfindlich, wie typisch für Minenaktien: Sie hebeln den Goldpreis, sowohl nach oben als auch nach unten.

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Technische Signale bleiben positiv

Trotz des Rückschlags sehen Analysten keinen Grund zur Panik. Der MACD-Indikator lieferte erst am 2. Juni ein Kaufsignal – ein Hinweis, dass der langfristige Trend intakt sein könnte. Der GDX notierte am Donnerstag an der australischen Börse bei 125,18 AUD, ein Wochenplus von 1,92 Prozent. Die annualisierte Volatilität liegt bei knapp 35 Prozent.

Schwergewichte mit Hebelwirkung

Die beiden größten Positionen im GDX sind Newmont und Agnico Eagle. Newmont verzeichnete auf Jahressicht ein Plus von 171 Prozent, Agnico Eagle (9,8 Prozent Gewichtung) legte um 117,6 Prozent zu. Solche Renditen sind typisch für Minenwerte, wenn der Goldpreis steigt – sie schrumpfen aber in Korrekturphasen überproportional.

Strukturierte Produkte und steuerliche Vorteile

Das Interesse an derivativen Produkten auf den GDX bleibt hoch. Die Bank of Montreal emittierte Anfang Juni Autocallable Barrier Notes über 1,76 Millionen USD mit einem monatlichen Kupon von 1,4375 Prozent. Ein Plus für Privatanleger: Der GDX kommt ohne K1-Formulare aus, was die Steuererklärung vereinfacht.

Goldnachfrage auf Rekordniveau

Bis Anfang Juni flossen weltweit netto 832 Milliarden USD in ETFs, vier Prozent davon in Rohstoffprodukte. Der GDX selbst verwaltet rund 34 Milliarden USD. Die Zentralbanken kaufen bereits den 23. Monat in Folge Gold – das stützt das Preisniveau fundamental.

Ob der Goldpreis die Marke von 4.400 USD halten kann, wird über die kurzfristige Richtung des GDX entscheiden. Gelingt die Stabilisierung, dürfte die Korrektur bald auslaufen.

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