VanEck Gold Miners ETF: Job-Schock treibt Gold auf 4.179 Dollar

Schwache US-Arbeitsmarktdaten treiben Goldpreis und Minenaktien an. Der VanEck ETF verzeichnet Wochenplus, bleibt aber technisch unter Druck.

Die Kernpunkte:
  • Goldpreis steigt auf Wochensicht
  • US-Jobdaten enttäuschen deutlich
  • Zinserhöhung im September unwahrscheinlicher
  • Großinvestoren bauen Positionen aus

Schwache US-Arbeitsmarktdaten verleihen Goldminen-Aktien neuen Schwung. Der VanEck Gold Miners ETF beendete die Handelswoche am 2. Juli mit deutlichen Gewinnen. Enttäuschende Beschäftigungszahlen dämpften die Erwartungen an künftige Zinsschritte der Federal Reserve massiv.

Arbeitsmarkt bremst Zinshoffnungen

Die US-Wirtschaft meldete für Juni lediglich 57.000 neue Stellen. Analysten hatten mit mindestens 110.000 gerechnet. Zusätzlich korrigierten die Behörden die Daten der Vormonate um 74.000 Stellen nach unten.

Die Arbeitslosenquote stieg auf 4,2 Prozent. In der Folge sank die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September von 66 auf etwa 50 Prozent. Niedrige Realzinsen und ein schwächerer Dollar begünstigen den Goldpreis unmittelbar.

Die Feinunze verteuerte sich infolge der Nachrichten um 1,4 Prozent auf 4.179,42 US-Dollar. Auf Wochensicht ergibt das ein Plus von 2,3 Prozent. Das ist der erste wöchentliche Anstieg nach einer vierwöchigen Durststrecke.

ETF kämpft mit technischen Hürden

Trotz der Erholung bleibt die Lage für den VanEck Gold Miners ETF technisch anspruchsvoll. Der Schlusskurs von 78,43 US-Dollar liegt deutlich unter den wichtigen Durchschnittslinien. Die 50-Tage-Linie verläuft bei 85,26 US-Dollar, der 200-Tage-Schnitt sogar bei 92,65 US-Dollar.

Meldungen der US-Börsenaufsicht SEC zeigen jedoch ein steigendes Interesse großer Investoren. Invesco baute im ersten Quartal eine neue Position im Wert von gut 31 Millionen US-Dollar auf. Elevation Point Wealth Partners erhöhte seine Bestände derweil um fast 79 Prozent.

Zentralbanken bleiben als Käufer aktiv

Parallel dazu stützen staatliche Akteure den Markt. Allein im Mai kauften Zentralbanken weltweit 41 Tonnen Gold für ihre Reserven. Goldman Sachs sieht darin ein wesentliches Argument für weiter steigende Kurse.

Die Investmentbank hob ihr Preisziel für Gold zum Jahresende 2026 auf 4.900 US-Dollar an. Die nächsten Impulse folgen am 14. Juli mit der Veröffentlichung der US-Verbraucherpreisdaten. Dieser Bericht klärt, ob die Inflation den Minenaktien eine dauerhafte Rallye erlaubt.

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