VanEck Gold Miners ETF: Tief bei 110,88 AUD
Goldminen-ETF verliert in einer Woche über zwölf Prozent. Banken senken Goldpreisziele, während die Fed an ihrem Zinskurs festhält.

- ETF verliert 12,4 Prozent in sieben Tagen
- Deutsche Bank senkt Goldpreis-Prognose drastisch
- Fed-Kurs und Dollarstärke belasten den Sektor
- Einzelwerte zeigen operative Stärke trotz Abverkauf
Der Goldmarkt gerät ins Wanken. Der VanEck Gold Miners ETF markierte am Donnerstag mit 110,88 AUD ein neues Tief. Innerhalb von nur sieben Tagen verlor der Fonds 12,38 Prozent seines Wertes.
Banken streichen Preisziele zusammen
Die Stimmung hat sich gedreht. Die Deutsche Bank kürzte ihre Prognose für das dritte Quartal 2026 massiv. Das neue Ziel liegt bei 4.300 US-Dollar je Unze. Das entspricht einem Abschlag von 22 Prozent gegenüber der vorherigen Schätzung.
Goldman Sachs schließt sich diesem Trend an. Die Analysten senkten ihre Erwartung für das Jahresende auf 4.900 US-Dollar. Als Grund nennen sie die ausbleibenden Zinssenkungen der US-Notenbank Fed im laufenden Jahr.
Gegenwind durch Zinsen und Politik
Fed-Chef Warsh hält an seinem harten Kurs fest. Die Kerninflation verharrt bei 4,1 Prozent. Marktteilnehmer rechnen nun mit weiteren Zinsschritten nach oben. Dies trieb den US-Dollar auf ein Einjahreshoch.
Parallel dazu entspannt sich die Lage im Nahen Osten. Ein Friedensabkommen normalisierte den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus. Damit fällt die geopolitische Risikoprämie weg. Der Goldpreis kämpft derweil mit der Marke von 4.000 US-Dollar.
Operative Stärke bei Einzelwerten
Einige Minenbetreiber trotzen dem Abwärtstrend operativ. Kinross Gold steigerte den Umsatz im ersten Quartal auf 2,41 Milliarden US-Dollar. Alamos Gold erzielte Rekorderlöse und hob die Dividende um 60 Prozent an.
OceanaGold meldete einen Umsatzsprung von 98,5 Prozent. Dennoch stufte StockInvest.us den gesamten ETF auf „Strong Sell“ herab. Der Relative-Stärke-Index (RSI) signalisiert mit 35,3 Punkten eine überverkaufte Lage.
VanEck gab am Mittwoch den neuen Zeitplan für die Dividendenausschüttungen bekannt. Die hohe Volatilität von über 50 Prozent bleibt vorerst bestehen. Die nächste Bewährungsprobe wartet an der Unterstützungslinie bei 110 AUD.
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