VanEck Seltene Erden ETF: 23 Prozent Sturz in 30 Tagen

Chinas Exportkontrollen für seltene Erden gefährden globale Lieferketten. Der VanEck ETF verliert stark, bleibt aber im Jahresplus.

Die Kernpunkte:
  • IEA warnt vor Lieferketten-Schock
  • Chinas Exportkontrollen verschärfen Spannungen
  • ETF verliert 23 Prozent in 30 Tagen
  • Jahresbilanz bleibt mit 57 Prozent positiv

Die Internationale Energieagentur (IEA) warnt vor einem massiven Beben an den Rohstoffmärkten. Chinas neue Exportkontrollen für seltene Erden könnten globale Industrien hart treffen. Im Raum steht ein potenzieller Lieferketten-Schock von bis zu 6,5 Billionen US-Dollar.

Peking verschärft die Gangart gegenüber dem Westen deutlich. Erst kürzlich setzte die Regierung das Unternehmen MP Materials auf eine Liste für Exportkontrollen. Das erhöht die Reibungen in der globalen Versorgung massiv. Der VanEck Seltene Erden ETF spürt diese geopolitischen Spannungen unmittelbar.

Schwache Kurse trotz langfristigem Aufwärtstrend

An der Börse sorgt die Unsicherheit für kräftige Kursabschläge. In den vergangenen 30 Tagen verlor der ETF rund 23 Prozent an Wert. Zuletzt notierte das Papier bei 12,83 Euro. Auf Jahressicht bleibt die Bilanz mit einem Plus von 57 Prozent allerdings positiv.

Technisch gilt der Sektor derzeit als überverkauft. Die hohe Volatilität bleibt ein ständiger Begleiter für Anleger in diesem Segment. Besonders die starke Abhängigkeit von politischen Entscheidungen in Fernost treibt die Schwankungen.

Fokus auf strategische Metalle

Der ETF bildet den MVIS Global Rare Earth/Strategic Metals Index ab. Er investiert direkt in Unternehmen, die mindestens die Hälfte ihres Umsatzes mit diesen Rohstoffen erzielen. Dazu gehören Bergbauunternehmen, Raffinerien und spezialisierte Produzenten weltweit.

Viele dieser Firmen haben ihren Sitz in Schwellenländern. Das sorgt für zusätzliche Risiken jenseits der reinen Rohstoffpreise. Die Strategie deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab, um vom Trend der Energiewende zu profitieren.

Die Warnung der IEA verdeutlicht die kritische Abhängigkeit westlicher Schlüsselindustrien. Von Elektrofahrzeugen bis hin zu modernen Waffensystemen hängen viele Branchen an Pekings Rohstoffhahn. Weitere Exportbeschränkungen könnten die Volatilität im ETF in den kommenden Wochen hoch halten.

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