VanEck Seltene Erden ETF: RSI von 26,1 signalisiert überverkauft

Der ETF verlor 3,2 Prozent; Unsicherheit um Chinas Exportregeln und schwache Nachfrage am physischen Markt belasten die Branche.

Die Kernpunkte:
  • ETF-Kurs sank um 3,2 Prozent
  • China-Aussetzung endet am 10. November
  • Praseodym-Neodym-Handel in Shanghai schwach
  • Kurs nahe dem 52-Wochen-Tief

Der VanEck Seltene Erden ETF verzeichnete am Freitag einen deutlichen Kursrückgang von 3,2 Prozent und schloss bei 9,01 Euro. Dieser Abwärtsdruck steht im Kontext einer breiten „Risk-off“-Stimmung an den internationalen Märkten, die durch enttäuschende Quartalszahlen im Technologiesektor ausgelöst wurde.

Medienberichten zufolge belasteten die Verluste im tech-lastigen Segment auch strategische Metallwerte, da Anleger ihre Positionen in risikoreicheren Anlageklassen reduzierten. Davon waren unter anderem Branchengrößen wie MP Materials und USA Rare Earth betroffen, die das Ergebnis des Sektors belasteten.

Ungewissheit über chinesische Exportkontrollen

Ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor für den Markt der Seltenen Erden bleibt die regulatorische Lage in China. Medienberichten zufolge läuft die Aussetzung der erweiterten chinesischen Exportkontrollen für Seltene Erden am 10. November aus.

Bis zum 29. Oktober wurde kein Hinweis auf eine Verlängerung dieser Aussetzung veröffentlicht. Das bevorstehende Ende dieser Frist sorgt für Zurückhaltung bei den Marktteilnehmern, da China eine marktbeherrschende Stellung in der Förderung und Verarbeitung dieser kritischen Rohstoffe einnimmt.

Die fehlende Klarheit über das künftige Vorgehen der Pekinger Behörden überschattet derzeit die fundamentale Bewertung vieler Bergbauunternehmen im Portfolio des ETF. Sollten die Kontrollen nach dem Stichtag erneut verschärft werden, könnte dies zwar theoretisch das globale Angebot verknappen, kurzfristig sorgt die politische Unwägbarkeit jedoch für eine erhöhte Volatilität innerhalb der gesamten Branche.

Zurückhaltung am physischen Markt in Shanghai

Parallel zur schwachen Kursentwicklung an den Börsen zeigt sich auch am physischen Markt in Asien eine abwartende Haltung. Der Shanghai Metals Market (SMM) berichtete zuletzt von einem schwachen Handel mit Praseodym-Neodym-Oxid. Die Abnehmer aus der weiterverarbeitenden Industrie agieren derzeit äußerst vorsichtig, wodurch tatsächliche Transaktionen am Markt selten geworden sind.

Obwohl die langfristigen Aussichten für die Nachfrageunterstützung im Jahr 2027 grundsätzlich als positiv bewertet werden, bezeichneten Marktbeobachter die aktuelle Dynamik als wenig überzeugend. Diese Diskrepanz zwischen der langfristigen strategischen Bedeutung der Metalle für die Energiewende und der momentanen Nachfrageschwäche spiegelt sich in der Kursfeststellung wider.

Das Papier notiert aktuell nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief, das am Freitag bei 8,75 Euro markiert wurde. Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von 26,1 befindet sich der Wert technisch gesehen in einem überverkauften Bereich, was die Intensität der jüngsten Verkaufswelle unterstreicht.

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