VanEck Seltene Erden ETF: Ruhiger Handel
Chinas Septemberausfuhren stiegen, die Neunmonatsmenge sank; der ETF schloss bei 9,61 Euro nahe seinem 52-Wochen-Tief.

- Septemberexporte legten jährlich um 6,7 Prozent zu
- Neunmonatsausfuhren gingen um 9,6 Prozent zurück
- China signalisierte erleichterte EU-Lizenzgenehmigungen
- ETF notierte 2,1 Prozent über dem Jahrestief
Chinas Außenhandelsstatistik für Seltene Erden liefert kein einheitliches Signal. Die im September verschifften Mengen legten im Jahresvergleich um 6,7 Prozent auf 4.269,8 Tonnen zu, wie Reuters berichtete.
Für die ersten neun Monate des Jahres 2026 summierten sich die Exporte dagegen auf 43.711 Tonnen – ein Minus von 9,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für Anleger im VanEck Seltene Erden ETF bedeutet das: Ein eindeutiger Auslöser für die jüngste Kursentwicklung lässt sich aus den Zahlen allein nicht ableiten.
Gemischte Signale aus Handel und Diplomatie
Parallel zu den Exportdaten meldete sich Chinas Handelsministerium zu Wort. Sprecher He Yadong erklärte, Peking sei bereit, Genehmigungen für Exportlizenzen Seltener Erden in die EU weiter zu erleichtern, verlangte im Gegenzug aber Entgegenkommen bei bestimmten Dual-Use-Exportlizenzen für chinesische Unternehmen.
Diese Äußerung folgte auf eine vorläufige Verständigung zwischen EU und China, die auf eine Stabilisierung der Lieferketten für Seltene Erden abzielt. Konkrete Umsetzungsschritte blieben in der Berichterstattung offen – es handelt sich um eine erklärte Bereitschaft, nicht um die Aufhebung von Exportkontrollen.
Auf der Rohstoffseite zeigt sich das Bild ruhig bis zäh. Die Shanghai Metals Market berichtete von einem verhaltenen Handel bei Praseodym-Neodym-Oxid, dessen Preise auf hohem Niveau stabil blieben, während Abnehmer überwiegend nur ihren unmittelbaren Bedarf deckten.
Der Wochendurchschnitt für Praseodym-Neodym-Metall lag zuletzt bei 898.400 Yuan je Tonne, ein Plus von 0,10 Prozent gegenüber der Vorwoche – außerhalb Chinas blieben die Preise weitgehend stabil bei schleppenden Transaktionen. Von einem breiten Preisschock kann hier keine Rede sein.
Fondsstruktur bleibt unverändert
Der VanEck Seltene Erden ETF bildet den MVIS Global Rare Earth/Strategic Metals Index ab. Laut der zuletzt gemeldeten Zusammensetzung vom 31. August entfielen 30,2 Prozent der Ländergewichtung auf China, 24,1 Prozent auf Australien und 18,1 Prozent auf die USA. Diese Struktur hat sich seither nicht nachweislich verändert und bleibt damit ein Hintergrundfaktor, kein aktuelles Ereignis.
Für das Fondsvehikel selbst – die thesaurierende Anteilsklasse mit der ISIN IE0002PG6CA6 – liegen keine neuen Mittelzu- oder -abflüsse, keine Emittentenmitteilung und keine sonstige meldepflichtige Entwicklung aus den vergangenen zwei Wochen vor.
Kurs bleibt unter Druck
Der ETF schloss am Freitag bei 9,61 Euro, ein Tagesminus von 1,1 Prozent. Damit notiert das Papier nur 2,1 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 9,41 Euro, das Mitte Oktober erreicht wurde. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt 34 Prozent, was die anhaltende Schwäche über einen längeren Zeitraum unterstreicht.
Angesichts der widersprüchlichen Nachrichtenlage – leicht steigende Monatsexporte bei gleichzeitig rückläufiger Neunmonatsbilanz, diplomatische Signale der Annäherung bei gleichzeitig zäher Preisfindung am Rohstoffmarkt – fehlt bislang der klare Impuls, der die Talfahrt des Fonds umkehren könnte.
VanEck Seltene Erden ETF: Kaufen oder verkaufen?! Neue VanEck Seltene Erden ETF-Analyse vom 19. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten VanEck Seltene Erden ETF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für VanEck Seltene Erden ETF-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
VanEck Seltene Erden ETF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




