VanEck Semiconductor ETF: 6,8% Absturz am 12. Mai nach Inflations-Schock
TSMC hebt Halbleiter-Marktprognose auf 1,5 Billionen Dollar an, während US-Inflationsdaten den Sektor belasten und den ETF auf Wochensicht ins Minus drücken.

- TSMC verdoppelt Marktprognose auf 1,5 Billionen
- US-Inflation löst Kursrutsch bei Chipwerten aus
- ETF verliert 3,6 Prozent an einem Tag
- Nvidia-Zahlen als nächster wichtiger Impuls
KI-Euphorie trägt den Chipsektor, Inflation drückt auf die Bewertung. Genau in diesem Spannungsfeld ging der VanEck Semiconductor UCITS ETF aus einer unruhigen Handelswoche. TSMC hob die langfristige Marktprognose massiv an. US-Preisdaten erinnerten parallel daran, wie eng die Rally an Zins- und Bewertungsfragen hängt.
TSMC setzt die Messlatte höher
TSMC erwartet, dass der globale Halbleitermarkt bis 2030 auf mehr als 1,5 Billionen Dollar wächst. Die frühere Schätzung lag bei 1 Billion Dollar. Für den ETF ist das wichtig, weil TSMC zu den zentralen Positionen zählt.
Der Kern der Prognose liegt bei KI und Hochleistungsrechnern. Diese Bereiche sollen 55 Prozent des Marktes stellen, rund 825 Milliarden Dollar. Smartphones folgen mit einem Fünftel, Autochips mit einem kleineren zweistelligen Anteil.
TSMC baut passend dazu die Kapazitäten aus. Bei den neuesten Fertigungsprozessen soll das Angebot von 2026 bis 2028 im Schnitt um 70 Prozent pro Jahr wachsen. Auch CoWoS-Verpackungstechnik für KI-Prozessoren baut der Konzern stark aus.
Zu Jahresbeginn zeigte sich die Nachfrage schon in den Zahlen. Der Umsatz stieg in Dollar um 40,6 Prozent, die Bruttomarge erreichte 66,2 Prozent.
Das Management hob den Jahresausblick an. Für 2026 peilt TSMC nun mehr als 30 Prozent Umsatzwachstum in Dollar an.
Inflationsschock bremst den Sektor
Am 12. Mai rutschte der Philadelphia Semiconductor Index intraday um bis zu 6,8 Prozent ab. Auslöser waren heißere US-Inflationsdaten, steigende Ölpreise und Gewinnmitnahmen vor einem US-China-Treffen.
Der US-Verbraucherpreisindex stieg im April um 3,8 Prozent zum Vorjahr. Erwartet waren 3,7 Prozent. Qualcomm verlor zeitweise mehr als 11 Prozent.
Die Korrektur traf einen Markt, der vorher stark in die Breite gelaufen war. Neben Nvidia kauften Investoren auch CPUs, Speicherchips, Netzwerktechnik und Funkchips. Intel und AMD hatten sich 2026 bereits verdoppelt, während Nvidia seit Jahresbeginn um 15 Prozent zulegte.
Kursbild bleibt heiß
Am Freitag schloss der ETF bei 86,74 Euro und verlor 3,62 Prozent. Auf Wochensicht ergibt sich ein Minus von 1,51 Prozent.
Der Markt hat also nicht die KI-These verworfen. Er hat den Preis dafür neu justiert.
Auf Monatssicht liegt der Fonds noch 27,88 Prozent im Plus. Seit Jahresanfang summiert sich der Gewinn auf 57,82 Prozent. Der Zwölfmonatsanstieg von 130,78 Prozent zeigt, wie weit die Bewertung gelaufen ist.
Der Fonds verwaltet 6,435 Milliarden Euro und bildet einen Halbleiterindex mit ESG-Filter ab. Eine Einzelposition darf im Index höchstens 10 Prozent wiegen. Dividenden werden thesauriert, nicht ausgeschüttet.
Technisch mahnen die Daten zur Ruhe. Der SOX-Wochen-RSI erreichte 85,5, den höchsten Wert seit März 2000. Auch der ETF ist mit einem Tages-RSI von 71,2 klar überkauft.
Der nächste Prüfstein kommt in der kommenden Woche: Nvidia legt Zahlen vor. Der Markt sucht dort Belege für Rechenzentrumsnachfrage, Margen und Lieferfähigkeit. Stützt der Ausblick diese Punkte, bleibt TSMCs Langfristbild tragfähig. Schwache Signale würden die Bewertungsdebatte im gesamten Chip-Trade verschärfen.
VanEck Semiconductor UCITS ETF: Kaufen oder verkaufen?! Neue VanEck Semiconductor UCITS ETF-Analyse vom 16. Mai liefert die Antwort:
Die neusten VanEck Semiconductor UCITS ETF-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für VanEck Semiconductor UCITS ETF-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
VanEck Semiconductor UCITS ETF: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




