VanEck Semiconductor ETF: 8,42 Prozent Sprung am Donnerstag

Der VanEck Semiconductor ETF legt um 8,4 Prozent zu, getrieben durch AMD-Optimismus und Entwarnung aus Japan.

Die Kernpunkte:
  • ETF steigt um über acht Prozent
  • AMD als Top-Favorit vor Quartalszahlen
  • Meta sichert sich GPU-Kapazitäten langfristig
  • Erdbeben in Japan ohne Folgen für TSMC

Der Halbleitersektor meldet sich mit Wucht zurück. Nach einer mehrwöchigen Korrektur legte der VanEck Semiconductor ETF am Donnerstag um 8,42 Prozent zu. Investoren setzen wieder verstärkt auf die physische Basis der Künstlichen Intelligenz.

AMD und Meta im Fokus

Ein wesentlicher Treiber für die aktuelle Dynamik sind die anstehenden Quartalszahlen von AMD am 4. August. Mehrere Analystenhäuser wie UBS stuften den Konzern zuletzt als Top-Favoriten im Chip-Sektor ein. Sie erwarten einen deutlichen Sprung beim Gewinn je Aktie.

Parallel dazu stützt eine langfristige Partnerschaft mit Meta die Stimmung. Der Social-Media-Riese sicherte sich Kapazitäten für mehrere GPU-Generationen. Das sichert AMD eine stabile Nachfrage über Jahre hinweg. Institutionelle Investoren kehrten daraufhin nach einer Phase der Gewinnmitnahmen auf die Käuferseite zurück.

Entwarnung aus Japan

Zusätzliche Erleichterung brachten Nachrichten aus Japan. Ein schweres Erdbeben in der Region Kumamoto am 28. Juli schürte zunächst Sorgen um Lieferengpässe. TSMC gab jedoch Entwarnung für seine dortige JASM-Fabrik.

Gebäude und Anlagen blieben unbeschädigt. Die Produktion läuft bereits wieder an. Das verhinderte einen befürchteten Engpass bei High-End-Chips und Verpackungskomponenten. Diese Bauteile sind entscheidend für die Produktionszyklen von Marktführern wie Nvidia.

Milliarden-Investitionen der Hyperscaler

Der Fokus der Märkte verschiebt sich zurück auf die Hardware-Infrastruktur. Halbleiterunternehmen trugen im zweiten Quartal 2026 fast die Hälfte zum gesamten Gewinnwachstum im Technologiesektor bei. Die Nachfrage bleibt durch die massiven Ausgaben der großen Cloud-Anbieter gedeckt.

Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta planen für 2026 Investitionen von insgesamt rund 725 Milliarden Dollar. Ein Großteil davon fließt in Rechenzentren und spezialisierte KI-Beschleuniger. Der VanEck Semiconductor ETF profitiert durch seine Konzentration auf Marktführer wie Micron Technology. Das Unternehmen nutzt derzeit die Knappheit bei Speicherchips mit hoher Bandbreite.

Mit dem aktuellen Sprung auf 88,95 Euro festigt der ETF sein Plus seit Jahresbeginn auf fast 67 Prozent. Anleger blicken nun auf den kommenden Dienstag. Dann veröffentlicht AMD die detaillierten Ergebnisse für das zweite Quartal.

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