VanEck Semiconductor ETF: Burry-Short trifft Micron mit -15%

Michael Burry setzt massiv gegen Halbleiterwerte. Der VanEck Semiconductor ETF erholt sich trotz Milliardenverlusten bei Micron und Kapitalabflüssen.

Die Kernpunkte:
  • Burry wettet gegen Nvidia und Micron
  • Micron verliert 202 Milliarden Dollar
  • Hedgefonds fliehen aus Tech-Werten
  • VanEck ETF erholt sich mit Plus

Michael Burry wettet gegen den KI-Boom. Der durch „The Big Short“ bekannte Investor eröffnete massive Leerverkaufspositionen gegen Halbleiter-Riesen wie Micron und Nvidia. Das setzt die gesamte Branche unter Druck.

Milliardenverlust bei Micron

Burry begründet seinen Schritt mit einer extremen Überbewertung. Er sieht Parallelen zur Dotcom-Blase der Jahre 1984 und 2000. Am 1. Juli shortete er die Micron-Aktie zu einem Kurs von 1.051,87 US-Dollar. Die Reaktion der Märkte fiel heftig aus. Micron büßte innerhalb weniger Tage etwa 202 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung ein. Das Papier verlor auf Wochensicht über 15 Prozent.

Institutionelle ziehen Kapital ab

Hedgefonds verkaufen Halbleiterwerte derzeit im Rekordtempo. Der Netto-Abfluss war in den letzten vier Wochen so hoch wie lange nicht mehr. Die Investmentbank Goldman Sachs strich zudem Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) von ihrer Empfehlungsliste für Asien. Der Philadelphia Semiconductor Index brach daraufhin zeitweise um fast 12 Prozent ein. Investoren flüchten vermehrt aus Tech-Werten in klassische zyklische Branchen.

Starke Fundamentaldaten stützen

Der VanEck Semiconductor ETF konnte sich am Freitag dennoch erholen. Er schloss mit einem Plus von 3,59 Prozent bei 101,62 Euro. Getragen wurde dieser Rebound durch positive Nachrichten von TSMC. Der Branchenprimus bestätigte eine beschleunigte Expansion der 2-Nanometer-Produktion. Die Kapazität soll dort im ersten Jahr rund 45 Prozent über der aktuellen Fertigung liegen.

Parallel dazu erhielt die US-Tochter in Arizona eine Kapitalspritze von 20 Milliarden Dollar. Das genehmigte Gesamtbudget für das Projekt steigt damit auf 44 Milliarden Dollar. Europäische Ausrüster wie Aixtron und BE Semiconductor folgten dem Aufwärtstrend am Freitag mit deutlichen Gewinnen.

Die technische Lage des ETF bleibt trotz der jüngsten Volatilität stabil. Mit einem RSI von 51,8 notiert der Fonds im neutralen Bereich. Seit Jahresbeginn steht ein sattes Plus von fast 85 Prozent zu Buche. Aktuelle US-Arbeitsmarktzahlen mit nur 57.000 neuen Stellen schürten zuletzt jedoch Sorgen vor einer Konjunkturabkühlung.

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