Vanguard FTSE All-World: 0,17 Prozent ab 28. Juli

Vanguard verbilligt die währungsgesicherte ETF-Variante auf 0,17 Prozent. Zugleich steigen Vermögen, Zuflüsse und Kurs weiter an.

Die Kernpunkte:
  • Währungsschutz kostet künftig 0,17 Prozent
  • Über 16 Milliarden Dollar Jahreszuflüsse
  • Fondsvermögen erreicht 76,8 Milliarden Dollar
  • ETF notiert nahe dem 52-Wochen-Hoch

Vanguard hat die Kostenstruktur seines FTSE All-World ETF ein zweites Mal binnen weniger Monate nachgeschärft. Neben der bereits bekannten Senkung der laufenden Kosten für die Hauptanteilsklasse hat der Anbieter zum 28. Juli auch die Gebühr für die währungsgesicherte Variante des Fonds von 0,22 Prozent auf 0,17 Prozent des Nettoinventarwerts reduziert. Anleger, die Wechselkursschwankungen gegenüber dem US-Dollar absichern wollen, zahlen damit künftig deutlich weniger für dieses Produktmerkmal.

Die Anpassung reiht sich in eine Serie von Kostensenkungen ein, die Vanguard binnen weniger Monate durchgezogen hat. Bereits im Oktober 2025 war die Gebühr des Fonds von 0,22 auf 0,19 Prozent gefallen, ehe sie vor gut einer Woche auf 0,14 Prozent sank.

In Summe hat sich die Kostenquote damit um mehr als ein Drittel verringert – ein Signal an den Markt, dass Vanguard seine Position als größter FTSE-All-World-ETF Europas mit aller Konsequenz verteidigen will.

Kapital fließt ungebremst

Dass die Strategie aufgeht, zeigen die Mittelzuflüsse. Der Fonds verwaltet nach Zuflüssen von über 16 Milliarden Dollar im laufenden Jahr mittlerweile rund 76,8 Milliarden Dollar und gilt als Europas größter FTSE-All-World-ETF.

Auf globaler Ebene hat das Produkt unter dem Kürzel VWRL nach Daten von TrackInsight mit 18,2 Milliarden Dollar seit Jahresbeginn sogar die höchsten Nettozuflüsse aller Einzel-ETFs weltweit verzeichnet. Allein im Juli kamen nach Angaben von Morningstar Direct netto 3,3 Milliarden Euro hinzu – mehr als doppelt so viel wie beim zweitplatzierten europäischen ETF im selben Monat.

Diese Dynamik lässt sich auch als Reaktion der Anleger auf die kontinuierlichen Gebührensenkungen lesen: Wer in einen breit gestreuten Weltaktienindex investieren will, findet in dem Fonds mittlerweile eines der günstigsten verfügbaren Vehikel, während gleichzeitig die Liquidität durch die schiere Fondsgröße zunimmt.

Kurs nahe am Rekordhoch

Am Kapitalmarkt spiegelt sich die Nachfrage in einer robusten Kursentwicklung wider. Am Freitag schloss der ETF bei 167,80 Euro, nur 1,4 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 170,24 Euro, das am 13. August markiert wurde.

Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 15 Prozent zu Buche, auf Zwölfmonatssicht summiert sich der Zuwachs auf 23 Prozent. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 8,7 Prozent unterstreicht, dass sich der Kurs in einem stabilen Aufwärtstrend bewegt, ohne dass die Volatilität von 11 Prozent auf 30-Tage-Basis auf übermäßige Nervosität hindeutet.

Für Anleger, die auf eine breite globale Streuung setzen, bleibt der Fonds damit ein zentraler Baustein – gestützt durch sinkende Kosten, wachsende Mittelzuflüsse und eine Marktposition, die sich sowohl in Europa als auch international kontinuierlich ausbaut.

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